Amazon bringt einen KI-Assistenten auf den Markt, der für Sie online einkauft.

Der nächste große Trend in der KI ist Künstlicher Intelligenz-Agent (Agentic AI), im Wesentlichen ein KI-Tool, das einige mehrstufige Prozesse für Benutzer automatisieren kann. Beispielsweise die Interaktion mit einem Webbrowser für Aufgaben wie das Buchen von Tickets oder das Bestellen von Lebensmitteln.

Amazon sieht in diesem Bereich durchaus eine Zukunft. Nach einer umfassenden Überarbeitung von Alexa und der Einführung des neuen Assistenten Alexa+ hat das Unternehmen heute einen neuen KI-Agenten namens Nova Act angekündigt. Laut Amazon ist Nova Act dafür konzipiert, „Aufgaben in einem Webbrowser zu erledigen“. Amazon wird nicht das erste Unternehmen sein, dem dieses Kunststück gelingt, denn einige andere KI-Unternehmen haben bereits versucht, diese Vision zu verwirklichen.

Operator Von OpenAI, entwickelt, um wiederkehrende und routinemäßige Teile des Web-Browsings für Benutzer zu übernehmen, wie etwa das Ausfüllen von Formularen oder das Aufgeben von Online-Bestellungen. Das Opera-Browserteam arbeitet außerdem an einem Operator, der mithilfe von Benutzerbefehlen in natürlicher Sprache etwas Ähnliches tun kann.

Im Fall von Amazon basiert der Nova Act AI-Agent auf Nova, dem vor einigen Monaten angekündigten Satz zentraler KI-Modelle des Unternehmens. Es kann einen mehrstufigen Arbeitsablauf in kleinere Eingaben aufteilen, wie etwa das Durchführen einer Suche, das Hinzufügen von Artikeln, das Tätigen einer Zahlung oder das Beantworten von Fragen basierend auf der Aktivität auf dem Bildschirm.

Auf der Grundlage interner Tests wird behauptet, dass das KI-Agententool von Amazon eine bessere Leistung erbringt als Konkurrenzprodukte von OpenAI und Anthropic. Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben eine Genauigkeit von über 90 % an, insbesondere bei browserbasierten Aufgaben, bei denen KI-Tools häufig versagen, wie etwa bei Popups, Dropdown-Menüinteraktionen und dem Verlauf.

Nova befindet sich derzeit in der Forschungsvorschau und wurde für Entwickler freigegeben. „Unser Traum ist es, dass Agenten umfangreiche, komplexe Aufgaben mit mehreren Schritten übernehmen, wie etwa die Organisation einer Hochzeit oder die Abwicklung komplexer IT-Aufgaben, um die Geschäftsproduktivität zu steigern“, so das Unternehmen.

Interessanterweise sind die Grundlagen von Nova Act bereits in das Alexa+-Framework integriert. Dadurch kann der virtuelle Assistent im Namen der Benutzer im Internet surfen und Aufgaben erledigen. Dies ist ein großer Vorteil für Amazon, wenn es um die Zielgruppenreichweite des Nova Act-Tools geht.

Der Zugriff auf Alexa+ ist derzeit auf Prime-Abonnenten oder diejenigen beschränkt, die bereit sind, eine monatliche Gebühr für den Assistenten der nächsten Generation zu zahlen. Anders als der teure Operator-Agent von OpenAI verfügt Amazon über ein viel größeres Publikum, das zu Hause über die richtigen Geräte verfügt, um die Kernfunktionen von Alexa+ und Nova Act zu erleben.

Kommentarfunktion ist geschlossen.