Künstliche Intelligenz erobert die Spielebranche... aber die Entwickler sind nicht zufrieden!
Die Spielebranche testet künstliche Intelligenz so schnell wie nie zuvor , doch dies geschieht unter gemischten Gefühlen. Ein neuer branchenweiter Bericht zeigt, dass Entwickler und Studios zwar aktiv generative KI-Tools in ihrer täglichen Arbeit einsetzen, sich aber gleichzeitig mit der Problematik der künstlichen Intelligenz auseinandersetzen.

Eine wachsende Zahl von Fachleuten ist jedoch der Ansicht, dass Technologie letztendlich mehr Schaden als Nutzen anrichtet, insbesondere in einer Zeit, in der Entlassungen die Spielebranche weiterhin erschüttern.
Die Ergebnisse stammen aus dem Bericht „State of the Gaming Industry 2026“ , der von den Organisatoren der Game Developers Conference veröffentlicht wurde und auf Antworten von mehr als 2300 Branchenexperten aus verschiedenen Funktionen und Disziplinen basiert.
Der Bericht zeichnet das Bild einer Branche, die zwischen den durch künstliche Intelligenz versprochenen Effizienzgewinnen und sehr realen Bedenken hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit, Kreativitätsverlust und langfristigen Auswirkungen gefangen ist.
Die Nutzung von KI nimmt mit zunehmender Arbeitsplatzunsicherheit zu.
Dem Bericht zufolge glauben mittlerweile 52 % der Fachleute der Spielebranche, dass generative KI der Branche schadet – ein Anstieg von 30 % im Vergleich zum Vorjahr. Nur 7 % sind von einem positiven Einfluss der KI überzeugt, eine Zahl, die in den letzten zwei Jahren stetig gesunken ist.
Entlassungen bleiben ein drängendes Problem. 28 % der Befragten gaben an, in den letzten zwei Jahren entlassen worden zu sein; in den USA liegt dieser Anteil sogar bei 33 %. Die Hälfte der Befragten berichtete außerdem, dass ihr aktueller oder letzter Arbeitgeber in den letzten zwölf Monaten Entlassungen vorgenommen hat, was die weite Verbreitung dieser Krise unterstreicht.
Trotz der Unsicherheit nutzen mittlerweile 36 % der Fachkräfte in der Spielebranche generative KI-Tools im Rahmen ihrer Arbeit. Die Nutzung variiert stark je nach Funktion. Nur 30 % der Mitarbeiter in Spielestudios gaben an, KI zu verwenden, verglichen mit 58 % derjenigen, die in den Bereichen Publishing, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Support tätig sind.
Warum stehen Spieleentwickler KI-Tools zunehmend skeptisch gegenüber?

Selbst in großen Studios wie EA berichten Entwickler, dass KI-Tools mehr Probleme verursachen als helfen und Künstler und Designer dazu zwingen, „halluzinatorische“ oder fehlerhafte Assets zu korrigieren.
Viele befürchten zudem, dass sie dadurch Systeme trainieren, die sie ihrer Meinung nach in Zukunft ersetzen könnten. Kürzlich entließ Meta Hunderte von Mitarbeitern seiner Metaverse-Abteilung, darunter auch Teams, die an Virtual-Reality-Spielen arbeiteten.
Diese wachsende Skepsis lässt vermuten, dass künstliche Intelligenz zwar immer schwerer zu vermeiden ist, das Vertrauen in ihre Rolle bei der Spieleentwicklung jedoch rapide schwindet.
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