Was ist der Unterschied zwischen Angst und Furcht? Wie können Ihnen 3 bewusste Schritte helfen, sie zu überwinden?

Angst vs. Furcht? Wie bewahren wir uns vor unnötiger Angst?

Zunächst möchte ich betonen, dass ich Menschen mit psychischen Erkrankungen keine Ratschläge gebe. Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, die manchmal bemerken, dass sie sich ängstlich oder beunruhigt fühlen. Und diejenigen, die bemerkt haben, dass „manchmal“ in diesen schwierigen Zeiten mehr sein kann als nur gelegentlich.

Beginnen wir mit dem Unterschied zwischen Angst und Furcht.

Angst ist ein emotionaler Zustand, der als Reaktion auf eine unmittelbare und greifbare Bedrohung entsteht. Der Bus kommt direkt auf Sie zu, Angst steigt auf und Ihr Körper schaltet in den Reaktionsmodus. Wenn Ihr Körper Angst empfindet, treten automatisch eine Reihe inhärenter physiologischer Veränderungen auf. Ihr Herz schlägt schneller, Adrenalin wird freigesetzt und der Reptilienteil Ihres Gehirns übernimmt die exekutiven Funktionen Ihres Gehirns.

Alle diese Änderungen sollen Ihre Reaktionsfähigkeit unterstützen. In solchen Momenten möchten wir nicht, dass der ausführende Teil unseres Gehirns die Situation analysiert: Vielleicht hält der Bus an, stehe ich wirklich im Weg? Was würde wirklich passieren, wenn er mich anfährt? Nein … wir möchten, dass sich der reaktive Teil unseres Gehirns und Körpers auf nur eine Sache konzentriert … Bewegung! Diese Software macht genau das, was sie tun soll. Sie helfen uns zu überleben, wenn unsere körperliche Sicherheit einer echten Bedrohung ausgesetzt ist. Diese Fähigkeit ist jedem Einzelnen von uns innewohnend. Es besteht keine Notwendigkeit, diese Reaktion auf Angst zu trainieren.

Andererseits ist Angst oft eine Reaktion auf eine wahrgenommene Bedrohung unseres Wohlbefindens. Es kann unserem körperlichen, geistigen oder emotionalen Wohlbefinden dienen. Beispiel: „Ich weiß, dass ich in der heutigen Besprechung nur durchschnittliche Arbeit leisten werde. Dann kann ich auf die Beförderung verzichten.“ Dieselben physiologischen Effekte, die auftreten, wenn wir Angst empfinden, können auch auftreten, wenn wir Angst empfinden. Der Körper benötigt jedoch keine unmittelbare körperliche Reaktion auf eine Bedrohung (z. B. dem Bus ausweichen), sodass das überschüssige Cortisol und die Hormone, die die exekutiven Funktionen unseres Gehirns kapern, in diesem Moment ihren Tribut fordern. Wir spüren, wie unser Herz rast oder unsere Muskeln verkrampfen, wir reagieren, anstatt zu antworten, und unsere Gedanken sind möglicherweise so sehr damit beschäftigt, uns über die Geschichte Sorgen zu machen, die wir uns selbst erzählen, dass für unsere besten Gedanken im Moment kein Raum bleibt. Wenn Angstzustände häufig auftreten oder anhalten, können sie körperliche und psychische Schäden verursachen.

Kann Achtsamkeit mir helfen, besser mit Ängsten umzugehen?

Glücklicherweise lautet die Antwort auf diese Frage „Ja, absolut“! Fachleute fragen oft nach wirksamen Methoden zur Bewältigung von Ängsten, und Achtsamkeit bietet wirksame Hilfsmittel.

Achten Sie in erster Linie darauf, wann Gedanken auftauchen, die wahr sein können oder nicht. Achten Sie auf ängstliche Gedanken. Es besteht kein Grund, es wegzuschieben. Beachten Sie einfach, dass es „wahr sein kann oder nicht“. Achten Sie beispielsweise auf den Gedanken, der Ihre Leistung im nächsten Meeting voraussagt. Und geben Sie dieser Idee etwas Raum, indem Sie anerkennen, dass sie „zutreffen kann oder nicht“. Das ist genug. *Denken Sie daran, dass die bloße Anerkennung eines Gedankens dessen Wirkung verringert.*

Zweitens: Achten Sie auf alle Empfindungen, die mit den Gedanken einhergehen. Bemerken Sie, dass sich Ihre Nackenmuskeln verspannen, Sie Schmetterlinge im Bauch haben oder Ihr Herz rast? Wenn ja, nutzen Sie diese Körperempfindungen, um zu verstehen, was passiert. Sie können sich sagen: „Das ist Angst, so fühlt sich Angst für mich an.“ Durch dieses Wahrnehmen und Benennen wird der ausführende Teil der Gehirnfunktionen wieder ins Spiel gebracht, den wir brauchen, um zu antworten, nicht um zu reagieren. Diese als „Körperscannen zur Angstreduzierung“ bekannte Vorgehensweise hat sich als wirksam erwiesen.

Atmen Sie abschließend ein paar Mal bewusst durch und fragen Sie sich, welchen kleinen Schritt Sie jetzt unternehmen müssen, um diesem Moment mit Selbstmitgefühl und Klarheit zu begegnen. Seien Sie nett zu sich selbst und erkennen Sie, dass das Unterbrechen ängstlicher Gedanken und der daraus resultierenden Reaktion im jeweiligen Moment oft der Schlüssel zu einem neuen Weg ist, den Herausforderungen des täglichen Lebens zu begegnen. *Selbstmitgefühl ist ein Schlüsselelement für die wirksame Bewältigung von Angstzuständen.*

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