Dacia antwortet auf chinesische Elektrofahrzeuge: Früher waren sie billig, jetzt sind sie europäisch.

Die wichtigsten Dinge, die Sie wissen müssen

  • Die Produktion des brandneuen Dacia Spring wurde von China nach Slowenien verlegt, wobei der niedrige Preis in Italien bei 17,900 € beibehalten wurde, um eine europäische Alternative zu chinesischen Elektroautos zu bieten.
  • Der Dacia Spring bietet dank seiner 27.5 kWh LFP-Batterie eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern (155 Meilen) nach WLTP-Zyklus und optional eine 50 kW Schnellladefunktion, die die Batterie in 28 Minuten von 15 % auf 80 % auflädt.
  • Der neue Spring wurde für den urbanen Einsatz konzipiert, ist 15 Zentimeter länger und 18 Zentimeter breiter als das Vorgängermodell und ist in zwei Ausstattungsvarianten mit Multimedia-Bildschirmoptionen erhältlich.

Kann Europa erschwingliche Elektroautos herstellen , ohne den Sektor an China abzugeben? Die ursprüngliche Antwort der europäischen Budgetmarke Dacia war ironisch: Ihr günstiger Elektro-Spring wurde in China gefertigt. Doch die komplett überarbeitete zweite Generation ändert dies: Die Produktion wird nach Slowenien verlegt, der niedrige Preis bleibt jedoch erhalten.

In Italien beginnt der Preis bei 17,900 €, und selbst die Top-Ausstattungsvariante Journey kostet nicht mehr als 20,000 €. Dieser Preis entspricht in etwa dem des Vorgängermodells aus chinesischer Produktion , doch dafür erhält man nun ein komplett neues, in Europa gefertigtes Auto mit verbesserter Ausstattung.

Dies ist nicht einfach nur ein Facelift. Der Spring wurde mehrfach überarbeitet, doch keine dieser Aktualisierungen konnte seine Verwandtschaft zum Renault Kwid, einem für den indischen Markt konzipierten, günstigen Verbrenner, verbergen. Der neue Spring teilt sich die Plattform mit dem neuen Renault Twingo E-Tech, zielt aber auf ein robusteres und seriöseres Erscheinungsbild ab als das des niedlichen und fröhlichen französischen Autos.

Fotogalerie: Die Premiere des Dacia Spring (2027) in Paris

Dacia Frühjahr 2027: Exklusive Fotos von der Präsentation des neuen europäischen Elektroautos in Paris

Die technischen Daten des Spring ähneln denen des Renault sehr. Beide verfügen über einen einzelnen Frontmotor mit rund 80 PS und 175 Nm Drehmoment und beziehen ihre Energie aus einer 27.5-kWh-Batterie. Dacia bestätigt, dass es sich um eine LFP-Batterie handelt und stellt klar, dass die angegebene Kapazität die nutzbare Kapazität ist. Der Spring hat laut WLTP-Zyklus eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern und liegt damit etwas hinter dem Twingo mit 263 Kilometern zurück.

Diese Reichweite kann erreicht werden, wenn der angegebene Verbrauchswert von 4.9 Meilen/kWh (12.7 kWh/100 km) eingehalten wird.

Der Wagen beschleunigt in 12.1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Das mag etwas langsam erscheinen, doch Dacia gibt an, dass die aktuellen Spring-Besitzer durchschnittlich nur 34 km pro Tag fahren; diese Fahrzeuge sind häufig in Städten anzutreffen, und 75 % der Ladevorgänge erfolgen zu Hause. Der Dacia Spring wurde speziell für diese täglichen Gewohnheiten entwickelt.

Mit einer 7-kW-Wallbox benötigt das Standard-Spring-Ladegerät (6.6 kW) 2 Stunden und 55 Minuten, um den Akku von 15 % auf 80 % aufzuladen. Das optionale 11-kW-Ladegerät verkürzt diese Zeit auf 1 Stunde und 55 Minuten, wenn es an eine ausreichend leistungsstarke Drehstrom-Ladestation angeschlossen ist.

Wie schon beim Vorgängermodell gehört das DC-Schnellladegerät nicht zur Standardausstattung. Es ist im Lieferumfang des leistungsstärkeren AC-Ladegeräts enthalten und lädt zwar nur mit bis zu 50 kW, was eher bescheiden ist, kann den Akku aber in 28 Minuten von 15 % auf 80 % aufladen.

Die Basisversion Expression bietet eine manuelle Klimaanlage, Einparkhilfe hinten, ein 7-Zoll-Digitalinstrumentendisplay und ein Smartphone-basiertes Multimediasystem – einen zentralen Bildschirm gibt es nicht. Die Ausstattungsvariante Journey bietet zusätzlich einen 10.1-Zoll-Touchscreen mit kabelloser Apple CarPlay- und Android Auto- Kompatibilität , eine Rückfahrkamera und ein schlüsselloses Zugangssystem.

Mit einer Länge von 3.85 Metern ist der neue Spring 15 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Er ist außerdem 18 Zentimeter breiter, was ihm eine stabilere Straßenlage verleiht und ihn weniger wie ein langes, schmales Kei-Car wirken lässt.

Dacia betont, den neuen Spring in weniger als zwei Jahren entwickelt zu haben. Die gemeinsame Nutzung von Kernkomponenten mit dem Twingo trägt zur Kosten- und Entwicklungszeitersparnis bei und bietet dem Modell eine echte Chance, preislich mit chinesischen Konkurrenten mitzuhalten. Die europäische Produktion könnte ebenfalls dazu beitragen, Käufer anzulocken, zumal die Wahl des europäischen Modells keinen hohen Aufpreis bedeutet.

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