Wesentliche Getriebewartung nach dem Winter

Der Winter kann Ihrem Auto erheblich zusetzen. Wahrscheinlich haben Sie eine ganze Liste an routinemäßigen Wartungsarbeiten, die Sie durchführen müssen, sobald es wärmer wird. Aber an eines denken Sie vielleicht nicht: die Überprüfung Ihres Getriebes!

Obwohl Ihr Getriebe gut vor Witterungseinflüssen geschützt ist, kann extreme Kälte bestimmte Systemteile beeinträchtigen. Hier einige Beispiele. Häufige Getriebeprobleme, die auftreten können Wegen des kalten Wetters und wie Sie Ihr Getriebe pflegen können, sobald es wärmer wird.

Getriebeschalthebel

Wie wirkt sich kaltes Wetter auf Ihr Getriebe aus?

Ihr Fahrzeug wurde so konstruiert, dass es kalten Wintertemperaturen standhält. Längere Einwirkung extremer Kälte kann jedoch die Getriebekomponenten beschädigen.

Schrumpfung von Dichtungen und Gummidichtungen

Kaltes, eisiges Wetter kann dazu führen, dass sich die Dichtungen und Gummidichtungen im Getriebe zusammenziehen, was zu Flüssigkeitsverlusten oder sogar zum Eindringen von Wasser in das Getriebe führen kann.

Die ständige Ausdehnung und Zusammenziehung kann mit der Zeit dazu führen, dass Dichtungen und Gummidichtungen reißen oder dauerhaft verschleißen, was weitere Schäden nach sich ziehen kann. Dadurch kann Ihr Getriebe – selbst bei wärmeren Temperaturen – Wasser, Schmutz und Ablagerungen ausgesetzt sein.

Beschädigte Dichtungen können ebenfalls zu erheblichem Getriebeölverlust führen. Der Getriebeölstand ist bei kaltem Öl und stehendem Fahrzeug (in den meisten Fällen) ungenau. Daher ist es wichtig, das Fahrzeug einige Minuten laufen zu lassen, damit sich das Getriebeöl erwärmen und zirkulieren kann und somit ein korrekter Messwert angezeigt wird. Die korrekte Vorgehensweise zur Überprüfung des Getriebeölstands finden Sie in Ihrer Bedienungsanleitung.

Pflege von Dichtungen und Gummidichtungen nach dem Winter: Sobald die Dichtung oder Gummidichtung durch Kälte beschädigt ist, muss sie ausgetauscht werden. Beschädigte Dichtungen können zu Flüssigkeitsverlust oder Schaltproblemen führen.

Getriebeöl wird bei Kälte dickflüssiger.

Getriebeöl ist so konzipiert, dass es bei unterschiedlichen Temperaturen eine bestimmte Viskosität beibehält. Extreme Kälte kann jedoch dazu führen, dass das Getriebeöl eindickt. Eingedicktes Getriebeöl kann die Schmierung von Zahnrädern und anderen Getriebekomponenten erschweren und so zu deutlich schnellerem Verschleiß führen.

Dickflüssiges Öl kann auch zu niedrigem Druck im Getriebesystem führen, was bei kaltem Wetter das Gefühl hervorrufen kann, dass das Getriebe durchrutscht.

Getriebeölpflege nach dem Winter: Es empfiehlt sich, den Getriebeölstand regelmäßig zu prüfen. Sollten Sie Probleme mit dem Öl feststellen, wie beispielsweise Lecks, warten Sie nicht bis wärmeres Wetter, um den Ölstand zu überprüfen.

Im Getriebe kann Wasser gefrieren.

Wasser sollte niemals in Ihr Getriebe gelangen. Tatsächlich ist Ihr Getriebe wasserdicht konstruiert. Beschädigte Dichtungen, Risse im Gehäuse, das die Zahnräder schützt, oder andere Beschädigungen können jedoch das Eindringen von Wasser ermöglichen. Auch das Durchfahren überfluteter Straßen kann dazu führen, dass Wasser in Ihr Getriebe gelangt.

Sobald die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, kann das gesamte Wasser zu Eis gefrieren, was zu Rissen im Getriebe und schweren Schäden an den internen Bauteilen führen kann.

Vorbeugung von Eisbildung im Getriebe nach dem Winter: Um Schäden so gut wie möglich zu vermeiden, lassen Sie Ihr Auto vor Fahrtantritt bei Minustemperaturen vorwärmen.

Sobald das Auto warmgelaufen ist, prüfen Sie es auf Wasseransammlungen unter dem Fahrzeug. Diese können auf ein Leck im Getriebeöl oder auf Schmelzwasser hinweisen. Bei Verdacht auf Wasser im Getriebe sollten Sie umgehend die nächste Werkstatt aufsuchen, um eine professionelle Getriebereparatur durchführen zu lassen.

Das Automatikgetriebe hat im kalten Zustand Schaltprobleme.

Kaltes Wetter kann aus verschiedenen Gründen dazu führen, dass Ihr Getriebe langsam schaltet. Dazu gehören kondensiertes Getriebeöl, niedriger Öldruck oder Schlupf im Automatikgetriebe durch Kälteschrumpfung. Wenn Ihr Getriebe bei Kälte nicht schaltet, lassen Sie den Motor im Leerlauf warm laufen, bevor Sie losfahren.

Maßnahmen zur Behebung von Schaltverzögerungen aufgrund der Kälte nach dem Winter: Solange Ihr Getriebe nicht beschädigt ist, sollte sich ein schwergängiges Schaltverhalten nach Erwärmung des Getriebeöls von selbst beheben – vorausgesetzt, die Ursache liegt in der Kälte. Sollte Ihr Getriebe jedoch auch bei wärmeren Temperaturen weiterhin langsam schalten oder gar nicht reagieren, vereinbaren Sie umgehend einen Termin in der Getriebewerkstatt, um die Ursache zu ermitteln.

Die Wartung des Getriebes nach dem Winter ist einfach

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