Siri-Zusammenfassung: Die Apple Watch 12-Funktion, die sie in einen ständigen Monitor wie Amazon verwandelt
Die wichtigsten Dinge, die Sie wissen müssen
- Apple bestätigt, dass die Sprachintelligenzfunktion der Apple Watch keine Audioaufnahmen erstellt oder speichert, sondern direkt von Siri auf dem Gerät verarbeitet wird.
- Dank der Private Cloud Compute-Technologie hat Apple keinen Zugriff auf die Sprachdaten der Nutzer, und unabhängige Sicherheitsexperten können diese Aussage bestätigen.
- Siri-Zusammenfassungen werden nach sieben Tagen automatisch gelöscht, um die Privatsphäre der Nutzer zu gewährleisten.
Auf dem diesjährigen Apple -Event wurden die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 zusammen mit einem revolutionären faltbaren iPhone vorgestellt . Doch trotz der bedeutenden Hardware-Verbesserungen ist es vor allem eine Software-Funktion, die mein Interesse weckt.

Siri Recaps ist eine neue Funktion mit intelligenter Audioanalyse, die Ihre Apple Watch in ein ständig zuhörendes Gerät verwandelt. Siri Recaps, das in der Siri-App funktioniert, nutzt die Sensoren Ihrer Apple Watch, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihres Tages inklusive geführter Gespräche zu erstellen. Die Funktion lässt sich per Zeitplan oder über die Smart Stack-Übersicht aktivieren.
Es ähnelt in gewisser Weise dem Amazon Bee, einem Mikrofon an einem Smart-Armband, das Gespräche aufzeichnet und zusammenfasst. Obwohl ich diese Funktion für Menschen mit vielen Meetings als potenziell nützlich erachte (ein virtueller Assistent, der den ganzen Tag im Hintergrund Notizen macht, kann unschätzbar wertvoll sein), bestehen hier verständliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.
Uns wurde mitgeteilt, dass die Funktion „Zusammenfassungen“ weder Audio aufzeichnet noch speichert und keine Transkripte anzeigen kann. Stattdessen verarbeitet sie Ereignisse in Echtzeit und nutzt Siris KI, um diese Rohdaten in verwertbare Notizen umzuwandeln, die niemals dauerhaft gespeichert werden. Hier ist ein Screenshot aus Apples Präsentation:

Ihre Uhr sollte, wie ein Smartphone oder ein Smart Speaker, immer auf ein Aktivierungswort (wie z. B. „Siri“ oder „Alexa“) achten, aber der Ton, auf den Sie achten, wird nicht aufgezeichnet oder gespeichert: Nur Interaktionen, die mit dem Aktivierungswort beginnen, werden aufgezeichnet.
Doch wenn man einen KI-gestützten Assistenten hinzufügt, der permanent zuhört und Notizen über den Tag macht, inklusive Gesprächen mit anderen, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie überwacht werden, wirkt Apples neueste hilfreiche Funktion plötzlich deutlich beunruhigender. Eine weitere wichtige Neuerung von Apples Audio Intelligence für Smartwatches ist Live Rewind. Diese Funktion kann die letzten 15 Sekunden des Audiosignals direkt auf dem Zifferblatt anzeigen – unabhängig davon, ob ein Warnhinweis gefallen ist oder nicht.
Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass Apple diese Funktion gerade jetzt eingeführt hat, angesichts der Verbote und des negativen Feedbacks, das andere KI-gestützte, auf Überwachung basierende Wearables erfahren.

Ich denke da natürlich an Meta und deren Smartglasses, die in einigen öffentlichen Bereichen verboten wurden und gemeinhin mit Bezeichnungen wie „Perversenbrille“ beschimpft werden. Smartglasses haben eindeutig einen schlechten Ruf, weil einige Leute die Aufnahme-LED entfernt und sie heimlich und unangemessen ohne Einwilligung aufgenommen haben, um Ruhm zu erlangen, Inhalte zu produzieren oder sie für den persönlichen Gebrauch zu nutzen.
Dies hat zu einem allgemeinen Unbehagen gegenüber tragbaren Geräten mit versteckten Kameras und Mikrofonen geführt. Funktionen wie die Meta Glasses, beispielsweise Live Rewind und Siri Recaps, bieten zwar Barrierefreiheit für Hörgeschädigte, dürften aber für die meisten Menschen unangenehm sein.
Video: Ankündigung von Sprachintelligenzfunktionen
Apple möchte seine Vertrauenswürdigkeit durch integrierte KI, Private Cloud Computing und die Zusicherung, weder Audio noch Text aufzuzeichnen oder zu speichern, unter Beweis stellen. Sollten Nutzer jedoch den Verdacht haben, heimlich und ohne ihre Zustimmung aufgezeichnet zu werden, müssen Apple-Watch-Träger mit ähnlicher Kritik rechnen wie die Nutzer der MetaGlasses.
Ich schrieb Anfang des Jahres, dass sich tragbare Technologie vom Überwachungskapitalismus lösen muss, um wieder wirklich großartig zu werden. Apple scheint einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung unternommen zu haben.
Update: Apple hat auf seiner Website einen Artikel veröffentlicht, der sich speziell mit der Funktion „Audio Intelligence“ befasst und insbesondere darauf eingeht, wie diese die Privatsphäre der Nutzer schützt und eine verantwortungsvolle Nutzung fördert. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.
Kurz gesagt, Apple erklärt, dass Audio weder aufgezeichnet noch gespeichert wird, da „es keine Aufnahme gibt, die man teilen, weiterleiten oder auf Anfrage zur Verfügung stellen könnte, weil es von vornherein keine Aufnahme gibt“. Stattdessen werden die Audiodaten direkt von Siri verarbeitet, und das Rohmaterial ist „niemals zugänglich“.
Dank seiner Private-Cloud-Compute-Technologie hat Apple keinen Zugriff auf Ihre Daten, und „unabhängige Sicherheitsexperten können diese Zusage jederzeit bestätigen“. Siri-Zusammenfassungen werden zudem nach sieben Tagen automatisch gelöscht. Mit dieser Funktion unterstreicht Apple sein Engagement für das Vertrauen der Nutzer.
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