Bewertung von spiegellosen Kamerasystemen

Die wichtigsten Dinge, die Sie wissen müssen

  • Der Vorteil spiegelloser Kameras gegenüber DSLR-Kameras liegt nicht unbedingt in ihrem geringeren Gewicht, sondern in neueren Technologien wie dem elektronischen Sucher, dem Sensorfokus und der kamerainternen Bildstabilisierung.
  • Der Preis von spiegellosen Kameras hängt nicht immer mit der Sensorgröße zusammen; High-End-Kamerasysteme mit kleineren Sensoren können genauso viel kosten wie Vollformatkameras, was darauf hindeutet, dass neue Technologien die Preise in die Höhe treiben.
  • Bei der Auswahl eines spiegellosen Kamerasystems sollten die Verfügbarkeit und Qualität der Objektive, der Produktsupport (z. B. laufende Firmware-Updates) und der professionelle Support bewertet werden, da diese Faktoren über abstrakte technische Spezifikationen hinausgehen.

Heutzutage sind viele verschiedene spiegellose Kamerasysteme erhältlich , was die Auswahl erschwert, insbesondere für Fotografie- Einsteiger . Da sich spiegellose Kameras technologisch deutlich schneller weiterentwickeln als DSLRs, stellt sich die Frage, welche Systeme wirklich empfehlenswert sind. In diesem Artikel stelle ich die verschiedenen spiegellosen Kamerasysteme vor und gebe meine persönliche Meinung dazu ab. Die besten und schlechtesten Systeme präsentiere ich in einer Rangliste. Alle Informationen in diesem Artikel basieren nicht nur auf meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen, sondern auch auf dem Feedback anderer, darunter auch Leser von PL.

Testbericht zur Mirror-Kamera

1) Überblick

In den letzten Jahren habe ich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kamerasysteme fotografiert. Mein Hauptsystem ist nach wie vor meine Nikon DSLR , aber ich hatte das Glück, von kompakten Point-and-Shoot-Kameras bis hin zu digitalen Mittelformatkameras alles ausprobieren zu können. Einige der verwendeten Kameras habe ich bereits getestet, viele weitere konnte ich jedoch noch nicht testen oder hatte es schlichtweg nicht geplant – teils aus Zeitgründen, teils aufgrund anderer Verpflichtungen. Einen Überblick über die Kameras, die wir bisher auf dieser Website getestet haben, finden Sie in unserer Rubrik „Kameratests“. Neben diesen Tests schreibe ich schon seit Längerem über Kameraausrüstung und habe mich nicht nur mit Branchenexperten, sondern auch direkt mit professionellen Fotografen ausgetauscht, darunter einige langjährige Leser von PL. Die Schlussfolgerungen in diesem Artikel basieren daher auf verschiedenen Quellen und nicht nur auf meiner persönlichen Meinung. Ich habe bewusst darauf geachtet, direkten Kontakt zu Herstellern zu vermeiden, da ich mich von keiner bestimmten Marke beeinflussen lassen möchte. Mein Ziel war es stets, die Neutralität von PL gegenüber allen Marken und Systemen zu wahren. Kein Mitglied des PL-Teams hat jemals Zahlungen von Unternehmen angenommen, um deren Produkte positiv zu bewerten, und unsere Meinungen basieren ausschließlich auf unseren eigenen Erfahrungen.

Nachdem wir all diese Punkte geklärt haben, wollen wir uns nun den wirklich wichtigen Aspekten widmen . In der Fotografie-Community werden die Leistung bei hohen ISO-Werten, der Dynamikumfang, die Farbgenauigkeit, die Bildstabilisierung, die Ergonomie und andere Kamerafunktionen oft überbewertet, da sie diese als die wichtigsten Kriterien für die Bewertung eines Systems ansehen. Tatsächlich gibt es aber weitaus mehr Faktoren und Variablen, die das Nutzererlebnis beeinflussen; manche sind offensichtlich, andere weniger. In diesem Artikel möchte ich die Diskussion über die reinen technischen Spezifikationen der Kamera hinaus erweitern und Themen wie Produktsupport, professionellen Support und Objektivqualität einbeziehen – Aspekte, die oft vernachlässigt werden.

1.1) Sensorgröße im Vergleich zur Systemgröße

Die Sensorgröße ist ein viel diskutiertes Thema, auch von mir. Sie ist zwar zweifellos wichtig, aber nicht der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Kamerasystems. Die Systemgröße hängt in der Regel eng mit der Sensorgröße zusammen, daher gilt allgemein: Ein kleinerer Sensor bedeutet ein kompakteres Gesamtsystem (mit einigen Ausnahmen). Fotografen entscheiden sich beispielsweise oft für Nikon CX- oder Micro-Four-Thirds-Kameras aufgrund ihrer Kompaktheit und Vielseitigkeit. Kameras, Objektive und Zubehör sind auf geringes Gewicht und kompakte Bauweise ausgelegt, weshalb sie so beliebt sind.

Unterdessen ist ein 24-70-mm-f/2.8-Zoomobjektiv für Vollformatkameras in der Regel unabhängig vom verwendeten Bajonettanschluss nahezu gleich groß und schwer. Sony möchte uns glauben machen, dass seine spiegellosen Vollformatkameras leichter sind als ihre DSLR-Pendants. Betrachtet man jedoch die zweite Generation der A7-Serie, stellt man fest, dass sie nur geringfügig leichter sind als ihre Vollformat-Pendants (beispielsweise wiegt die Sony A7 II 556 Gramm, die Nikon D750 hingegen 750 Gramm). Mit zwei 60-Gramm-Akkus, die eine vergleichbare Akkulaufzeit in beiden Kameras ermöglichen, ist der Gewichtsunterschied vernachlässigbar. Bob Vishneski hat die beiden Kameras bereits in seinem kürzlich erschienenen Artikel „Debunking the Mirrorless Hype“ verglichen und erläutert, warum man nicht automatisch davon ausgehen sollte, dass eine spiegellose Kamera leichter ist als eine DSLR mit derselben Sensorgröße. Physik ist Physik, und während manche Objektivkonstruktionen bei kurzen Auflagemaßen besser funktionieren, benötigen andere – wie bei einigen neueren Objektiven für spiegellose Kameras – zusätzliche Objektivaufsätze. Vergleicht man beispielsweise Größe und Gewicht des neuen Sony 24-70mm f/2.8 GM, so misst es 136 mm in der Länge und wiegt 886 g. Zum Vergleich: Das Canon 24-70mm f/2.8L II USM ist 113 mm lang und mit 805 g leichter. Dasselbe gilt für das Nikon 24-70mm f/2.8G, das 132 mm lang und mit 900 g etwas schwerer ist. Das Sony 70-200mm f/2.8 GM OSS ist weder kleiner noch leichter als seine Pendants von Nikon und Canon. Das geringere Gewicht des Kameragehäuses kann sich jedoch beim Handling als Nachteil erweisen, da die Kamera im Vergleich zu den Objektiven deutlich leichter ist und das Setup dadurch vorne sehr schwer wirkt.

Der Vorteil spiegelloser Kamerasysteme gegenüber DSLRs liegt daher letztendlich nicht unbedingt in ihrem geringeren Gewicht, sondern vielmehr in ihrer fortschrittlicheren Technologie (wie elektronischer Sucher statt optischer Sucher, Sensor-auf-Sensor-Autofokus statt Phasendetektions-Autofokus, integrierte Bildstabilisierung usw.), die zweifellos sehr wichtig ist. Die Frage der Sensorgröße wird jedoch erst für diejenigen relevant, die sie wirklich benötigen – ein größerer Sensor liefert zwar eine bessere Bildqualität, aber das gilt nur für diejenigen, die ihn auch nutzen können. Wer keine wandgroßen Ausdrucke oder extrem geringe Schärfentiefe benötigt, kommt mit einem Kamerasystem mit kleinerem Sensor gut zurecht. Wer hingegen das Allerbeste will, wird sich wahrscheinlich für eine Vollformat- oder sogar Mittelformatkamera entscheiden, auch wenn dies mit erheblichen Einbußen bei Gewicht, Größe und Kosten verbunden ist.

1.2) Sensorgröße im Verhältnis zu den Kosten

Lange Zeit herrschte die weitverbreitete Annahme, dass größere Sensoren teurer in der Herstellung seien. Kameras mit größeren Sensoren müssten daher technisch gesehen teurer und solche mit kleineren Sensoren günstiger sein, richtig? Da spiegellose Kameras keine komplexen Spiegelmechanismen besitzen, würde man vermuten, dass sie in der Herstellung und im Vertrieb günstiger sind als ihre DSLR-Pendants. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Tatsächlich kann ein kleineres Kamerasystem mitunter teurer sein als eine größere DSLR; neue Technologien und Kamerainnovationen haben ihren Preis. Ich werde hier nicht näher auf die Gründe eingehen, warum spiegellose Kameras oft teurer sind als DSLRs – es gibt viele Faktoren, darunter Forschung und Entwicklung, Marketing und mehr –, aber ein kurzer Blick auf einige der Topmodelle genügt, um zu zeigen, dass es möglicherweise nur einen geringen Zusammenhang zwischen Sensorgröße und Kosten gibt. Sehen Sie sich die folgende Tabelle an:

الكاميرا Sensorgröße Präzision Empfohlener Preis / Aktueller Preis
Nikon 1 V3+ 10-30mm Objektiv 1-Zoll-Sensor 18.4 MP $ 1,199 / $ 1,199
Olympus OM-D E-M1 Mark II Micro Four Thirds 20.4 MP $ 1,999 / $ 1,999
Panasonic Lumix DC-GH5 Micro Four Thirds 20.3 MP $ 1,999 / $ 1,999
Fuji X-T2 APS-C-Sensor 24.3 MP $ 1,599 / $ 1,599
Sony A6500 APS-C-Sensor 24.2 MP $ 1,399 / $ 1,399
Canon EOS M5 APS-C-Sensor 24.2 MP $ 979 / $ 979
Nikon D500 DSLR APS-C-Sensor 20.9 MP $ 1,999 / $ 1,999
Sony A7II Vollbild 24.3 MP $ 1,699 / $ 1,699
Nikon D750 DSLR Vollbild 24.3 MP $ 2,299 / $ 1,899

Man kann für unter 2000 US-Dollar eine Vollformatkamera erwerben und für denselben Betrag eine Kamera mit einem deutlich kleineren Micro-Four-Thirds-Sensor kaufen. Obwohl die oben genannten Kameras aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Funktionen und Zielgruppen nicht direkt vergleichbar sind, fände man bei der Investition in eine High-End-Kamera beider Systeme mit ähnlicher Auflösung wahrscheinlich vergleichbare Alternativen. Betrachten wir nun die Mittelklassekameras , die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der jeweiligen Systeme bieten:

الكاميرا Sensorgröße Präzision Empfohlener Preis / Aktueller Preis
Nikon 1 J5 + 10-30mm Objektiv 1-Zoll-Sensor 20.8 MP $ 499 / $ 499
Olympus OM-D E-M10 Mark II Micro Four Thirds 16.1 MP $ 649 / $ 649
Panasonic Lumix DMC-GX85 Micro Four Thirds 16.0 MP $ 699 / $ 599
Fuji X-T20 APS-C-Sensor 24.3 MP $ 799 / $ 799
Sony A6300 APS-C-Sensor 24.2 MP $ 999 / $ 999
Nikon D7200 DSLR APS-C-Sensor 24.2 MP $ 1,199 / $ 999
Canon EOS M5 APS-C-Sensor 24.2 MP $ 979 / $ 979
Sony A7II Vollbild 24.3 MP $ 1,699 / $ 1,699
Nikon D610 DSLR Vollbild 24.3 MP $ 1,999 / $ 1,499

Die obige Tabelle zeigt, dass spiegellose Vollformatkameras der Einsteigerklasse oft teurer sind als Mittelklassemodelle mit kleineren Sensoren. Dies verdeutlicht, dass die Sensorgröße eine entscheidende Rolle für den Anschaffungspreis spielt. Wenn Sie den Kauf einer neuen Kamera erwägen, ist es hilfreich zu wissen, dass 1-Zoll-/CX-Sensoren mit einer unverbindlichen Preisempfehlung unter 500 US-Dollar am günstigsten sind. Micro-Four-Thirds-Sensoren folgen mit unter 700 US-Dollar, während APS-C-Sensoren zwischen 800 und 1200 US-Dollar kosten und Vollformatkameras ab 1700 US-Dollar erhältlich sind.

Daher ist es wichtig zu beachten, dass die Kosten nicht immer direkt mit der Sensorgröße zusammenhängen. Mit Ausnahme von Einsteiger- und Mittelklassemodellen kann der Besitz einer High-End-Kamera, egal von welchem ​​System, unabhängig von der Sensorgröße teuer sein.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich in diesem Abschnitt weitere wichtige Faktoren wie Größe, Gewicht und Objektivauswahl nicht berücksichtigt habe. Für ein umfassenderes Bild, insbesondere im Hinblick auf Objektive, empfehle ich Ihnen den Artikel zum Vergleich von Kamerasystemen sowie den Rest dieses Artikels. Dort werden alle Aspekte, einschließlich der Gesamtgröße und der Objektivkosten verschiedener Kamerasysteme, wesentlich detaillierter analysiert.

1.3) Objektivüberlegungen

Objektive gehören zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Kamerasystems. Tatsächlich sollte man bei der Bewertung eines Kamerasystems immer zuerst die Verfügbarkeit, Qualität und Zuverlässigkeit der Objektive für dieses System prüfen und sicherstellen, dass diese den Bedürfnissen des Fotografen entsprechen. Die meisten spiegellosen Kamerasysteme auf dem Markt werden heutzutage mit einem 50-mm-Objektiv (äquivalent zu Kleinbild) geliefert. Betrachtet man jedoch allgemeine Spezifikationen wie Größe, Gewicht, Preis, maximale Blendenöffnung und weitere Merkmale wie Wetterfestigkeit, fallen schnell Unterschiede auf. Hinzu kommen weitere Faktoren wie Schärfe, Kontrast, Bokeh-Leistung bei offener Blende , Serienstreuung, Qualitätskontrolle und professioneller Support – und schon erscheint die Auswahl ganz anders. Bevor man also in ein neues System investiert, sollte man seine Anforderungen an die Objektive sorgfältig prüfen und sicherstellen, dass das gewählte System diese erfüllt.

In den unten gezeigten Tabellen werde ich die verschiedenen Objektivoptionen für jedes spiegellose Kamerasystem bewerten und meine eigene Rangliste basierend auf meinen Erfahrungen mit diesen Objektiven abgeben.

1.4) Produktsupport

Wie wir in den letzten Jahren beobachtet haben, werden viele neue spiegellose Kameras aufgrund der verwendeten fortschrittlichen Technologien häufig mit einer Vielzahl von Softwarefehlern und Störungen auf den Markt gebracht. Zwar werden die meisten dieser Fehler und Störungen in der Regel durch Firmware-Updates behoben, doch ist es entscheidend zu beurteilen, wie schnell diese Probleme gelöst werden und ob die Korrekturen die eigentliche Ursache beheben. Wir haben Fälle erlebt, in denen Firmware-Updates nicht alle Probleme vollständig behoben haben und einige sogar neue, schwerwiegende Probleme verursacht haben, die eine Reparatur der Kameras beim Hersteller erforderlich machten. Obwohl solche Situationen heutzutage relativ selten sind, sollte die Erfahrung eines Unternehmens mit mangelhaften oder unzuverlässigen Firmware-Updates bei der Bewertung unbedingt berücksichtigt werden. Darüber hinaus fügen Kamerahersteller bestehenden Kameras selten neue Funktionen hinzu, da sie es vorziehen, dass ihre Kunden in die neuesten Modelle investieren. Warum sollten sie ihre älteren Kameras verbessern und damit möglicherweise den Absatz ihrer aktuellen Modelle negativ beeinflussen? Tatsächlich verfolgen wir bei Fuji einen anderen Ansatz. Das Unternehmen ist dafür bekannt, seinen bestehenden und manchmal sogar älteren Kameras durch kontinuierliche Firmware-Updates neue Funktionen hinzuzufügen. Dieses Engagement für Kundenservice sollte nicht unterschätzt werden, da es Fotografen langfristig einen Mehrwert bietet. Es ist besonders ärgerlich, eine neue Kamera zu kaufen und später festzustellen, dass das neueste Modell lediglich Software-Optimierungen bietet, die problemlos auch für die Hardware des Vorgängermodells hätten genutzt werden können. Wir haben auch erlebt, dass einige Hersteller Kamera-Updates zu schnell veröffentlichten, um schwerwiegende Probleme zu beheben oder ihre Kameras wettbewerbsfähiger zu machen. Nikon beschädigte seinen Ruf mit der D610, dem Nachfolger der fehlerhaften D600, während Sony nur acht Monate für die Veröffentlichung der A6500 benötigte, die eigentlich die A6300 hätte sein sollen. Sony ging nie zufriedenstellend auf die Überhitzungsprobleme dieser Kameras bei 4K-Videoaufnahmen ein, was viele als inakzeptabel empfinden.

1.5) Professionelle Unterstützung

Unternehmen wie Nikon und Canon sind für ihren exzellenten professionellen Support bekannt. Als langjähriges Mitglied der Nikon Professional Services (NPS) weiß ich, dass ich mich im Falle einer Fehlfunktion meiner Nikon-Kameras oder -Objektive im Außeneinsatz oder auf Reisen auf Nikon verlassen kann. Nikon stellt mir Unterstützung und Ersatzgeräte zur Verfügung, während meine Ausrüstung repariert wird. Dieser Service ist für Profis wie mich von unschätzbarem Wert und gibt uns Sicherheit bei wichtigen Projekten, insbesondere mit zahlenden Kunden. Leider sind die meisten Hersteller spiegelloser Kameras noch relativ jung, was es ihnen derzeit erschwert, zuverlässigen professionellen Support anzubieten. Einige bieten erst seit Kurzem weltweit professionelle Dienstleistungen an, während es bei anderen bisher nur Gerüchte über deren Einführung gibt, ohne dass konkrete Angebote vorliegen.

Es ist auch wichtig, die potenziellen Kosten professioneller Dienstleistungen zu berücksichtigen. Olympus berechnet beispielsweise 100 US-Dollar pro Jahr für seinen professionellen Service Pro Advantage , ebenso wie Sony für seinen Service Sony Imaging PRO , wohingegen meine NPS-Mitgliedschaft Jahr für Jahr völlig kostenlos ist.

2) Auswahl der Objektive

Welche Objektivoptionen gibt es für spiegellose Kamerasysteme? Bevor wir uns dem Gesamtbild widmen, werfen wir einen Blick auf die verfügbaren Objektive für die einzelnen Kamerasysteme. Ich konzentriere mich dabei auf Festbrennweiten sowie einige hochwertige Zoomobjektive, da Fotografen ihre Ausrüstung üblicherweise mit verschiedenen Objektiven zusammenstellen. Bitte beachten Sie, dass ich mich entschieden habe, nicht mehr produzierte oder unterstützte spiegellose Kamerasysteme von Samsung und Pentax nicht zu berücksichtigen. Auch Leica-Objektive und andere Objektive mit Mittelklasse-Anschluss wurden ausgeschlossen, da sie preislich nicht direkt mit anderen spiegellosen Kamerasystemen konkurrieren.

2.1) Nikon 1/CX

Welche Objektivoptionen stehen für das Nikon 1/CX-System zur Verfügung? Nachfolgend finden Sie eine Liste der für das Nikon 1/CX-System verfügbaren Objektive:

Objektivkategorie Objektivname Äquivalente Brennweite (35 mm) السعر
Fischauge Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
24 mm-Äquivalent Nikon 1 10mm f/2.8 27 مم $249
35 mm-Äquivalent Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
50 mm-Äquivalent Nikon 1 18.5mm f/1.8 50 مم $189
85 mm-Äquivalent Nikon 1 32mm f/1.2 86.4 مم $899
Makro-Teleobjektiv Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
105 mm-Äquivalent Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 14-24 mm Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 16-35 mm Nikon 1 6.7-13mm f/3.5-5.6 18-35 m $499
Entspricht 24-70 mm Nikon 1 10-30mm f/3.5-5.6 30-81 m $299
Entspricht 70-200 mm Nikon 1 30-110mm f/3.8-5.6 81-297 m $249
Äquivalent zu einem Teleobjektiv mit fester Brennweite von über 300 mm Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Teleäquivalent 300 mm+ Nikon 1 70-300 mm f/4.5-5.6 VR 189-810 m $999

Mit Ausnahme des 32-mm-f/1.2- und des 70-300-mm-Objektivs hat Nikon keine professionellen Objektive für das Nikon-1-System herausgebracht. Daher habe ich die oben genannten Objektive weder als Profi- noch als Hobbyobjektive kategorisiert. Wie ersichtlich, ist es Nikon nicht gelungen, ein umfassendes Objektivsortiment für die Nikon-1-Serie anzubieten; es gibt einige Lücken, die geschlossen werden müssen, und die meisten verfügbaren Zoomobjektive sind lichtschwach mit einer variablen Blende von f/3.5 bis f/5.6. Optisch sind die meisten Nikon-1-Objektive sehr gut und liefern ausreichend Details für den 1-Zoll-Sensor der Nikon 1. Sie brauchen sich keine Sorgen um Serienstreuung zu machen; die meisten der von mir persönlich getesteten Exemplare waren sehr gut und wiesen nur wenige Mängel auf. Preislich sind alle Nikon-1-Objektive erschwinglich, wobei das 32-mm-f/1.2- und das 70-300-mm-Objektiv die teuersten im System sind.

2.2) Canon EF-M / APS-C-System

Hier geben wir einen Überblick über die Anzahl der Objektive, die zur Montage von Canon EOS M- Objektiven an spiegellosen Kameras verfügbar sind:

Objektivkategorie Objektivname Äquivalente Brennweite von 35 mm السعر
Fischauge Rokinon 8mm f/2.8 12.8 ملم $259
24 mm-Äquivalent Rokinon 16mm f/2.0 25.6 ملم $359
35 mm-Äquivalent Canon 22 mm 2: XNUMX 35.2 ملم $249
50 mm-Äquivalent Rokinon 35mm f/1.2 56 ملم $499
85 mm-Äquivalent Rokinon 50mm f/1.2 80 ملم $449
Makro-Nahaufnahme Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
105 mm-Äquivalent Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 14-24 mm Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 16-35 mm Canon 11-22mm f/4-5.6 IS 18-35 m $399
Entspricht 24-70 mm Canon 15-45mm f/3.5-6.3 IS 24-72 m $299
Entspricht 70-200 mm Canon 55-200mm f/4.5-6.3 IS 88-320 m $349
Entspricht einem Teleobjektiv mit Festbrennweite (300 mm+). Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht einem variablen Zoom-Teleobjektiv mit über 300 mm Brennweite? Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar

Wir beobachten bei Canon EOS M-Objektiven dasselbe Muster wie beim Nikon 1-System. Zwar werden einige Lücken durch Objektive anderer Hersteller geschlossen, diese verfügen jedoch häufig nur über einen manuellen Fokus. Canon hat sich offensichtlich nicht ausreichend auf den EF-M-Anschluss konzentriert, um lichtstarke und hochwertige Objektive zu entwickeln. Alle verfügbaren Zoomobjektive sind lichtschwach und haben eine variable Blende. Positiv ist hingegen der relativ günstige Preis und der sehr gute Kontrast in den Testbildern. Hätte Canon mehr hochwertige Objektive für den M-Anschluss entwickelt, wäre dieses spiegellose System sehr vielversprechend gewesen.

2.3) Vielfalt an Micro-Four-Thirds-Objektiven

Unter allen Herstellern spiegelloser Kameras bieten Micro-Four-Thirds-Systeme die größte Auswahl an Objektiven. Dieser Vorteil resultiert nicht nur aus der langen Tradition des Micro-Four-Thirds-Systems, sondern auch aus dem Engagement von Olympus und Panasonic, kontinuierlich neue Objektive für dieses Bajonett zu entwickeln. Dank seiner großen Beliebtheit haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Dritthersteller dem System angeschlossen, sodass mittlerweile fast 100 Objektive verfügbar sind – eine beeindruckende Leistung. Werfen wir einen Blick auf die verfügbaren Micro-Four-Thirds-Objektive von Panasonic und Olympus:

Objektivkategorie, Objektivname, Äquivalente Brennweite (35 mm), Preis: Fisheye-Objektiv (professionell) Olympus 8mm f/1.8 PRO 16-mm-Fisheye-Objektiv für 999 $ (für Einsteiger) Panasonic 8 mm f/3.5 16 mm, entspricht einem 24-mm-Objektiv (Profiformat) für 799 $. Panasonic 12 mm f/1.4 24 mm 1,299 $ Entsprechendes Objektiv zu 24 mm (für Einsteiger) Olympus 12 mm f/2.0, 24 mm, entspricht einem 35-mm-Objektiv (Profiformat) für 649 $. Voigtländer 16.5 mm f/0.95 35 mm 899 $ Entsprechendes Objektiv zu 35 mm (für Einsteiger) Olympus 17 mm f/1.8, 34 mm, entspricht einem 50-mm-Objektiv (Profiformat) für 499 $. Olympus 25mm f/1.2 PRO 50 mm 1,199 $ Entsprechendes Objektiv zu 50 mm (für Einsteiger) Panasonic 25 mm f/1.4 50 mm, entspricht einem 85-mm-Objektiv (Profiformat) für 599 $. Panasonic 42.5 mm f/1.2 85 mm 1,399 $ Entsprechendes Objektiv zu 85 mm (für Einsteiger) Olympus 45 mm f/1.8, 90-mm-Makro-Teleobjektiv für 399 $ Panasonic 45mm f/2.8 Makro 90 mm, entspricht einem 105-mm-Objektiv, Preis: 799 $ Olympus 60mm f/2.8 Makro 120 mm, 499 $ (entspricht einem 14-24 mm (Profi-)Objektiv) Olympus 7-14mm f / 2.8 PRO 14-28 mm 1,149 $ Entspricht einem 14-24-mm-Objektiv (für Einsteiger) Panasonic 7-14mm f/4 14–24 mm, entspricht einem 16–35-mm-Objektiv und kostet 899 US-Dollar. Olympus 9-18 mm 4: 5.6-XNUMX 18–36 mm, 599 $ (entspricht einem 24–70 mm (Profi-)Objektiv) Olympus 12-40mm f / 2.8 PRO 24-80 mm 999 $ Entspricht einem 24-70-mm-Objektiv (für Einsteiger) Panasonic 12-35mm f/2.8 24–70 mm, 699 $ (entspricht einem 70–200 mm (Profi-)Objektiv) Olympus 40-150mm f / 2.8 PRO 80-300 mm 1,349 $ Entspricht einem 70-200-mm-Objektiv (für Einsteiger) Panasonic 35-100mm f/4-5.6 70-200 mm 299 $ Teleobjektiv mit fester Brennweite, entspricht 300 mm und mehr (Profi/Anfänger) Olympus 300mm f/4 IS PRO 600 mm Teleobjektiv mit variabler Brennweite, entspricht 300 mm und mehr (Profi/Anfänger) – 2,499 $ Panasonic 100-400mm f/4-6.3 200-800 mm 1,799 $

Wie Sie sehen, bietet das Micro-Four-Thirds-System eine große Auswahl an Objektiven für ambitionierte Hobbyfotografen und Profis. Obwohl ich noch nicht alle Objektive der obigen Tabelle testen konnte, haben die Profi-Objektive von Olympus und Panasonic, die ich bisher verwendet habe, durchweg eine außergewöhnliche optische Leistung, eine exzellente Verarbeitungsqualität und eine sehr geringe Serienstreuung gezeigt. Tatsächlich waren die von mir getesteten Olympus-PRO-Objektive hinsichtlich Verarbeitungsqualität und Serienstreuung mit Zeiss-Objektiven vergleichbar, was beeindruckend ist. Zwar sind die Profi-Objektive von Micro Four Thirds relativ teuer, doch ihre Qualität rechtfertigt den höheren Preis oft.

2.4) Fujifilm X: Vielseitige Objektive für alle Bedürfnisse

Seit der Einführung des X-Bajonetts hat Fuji mit seinem System hervorragende Arbeit geleistet und eine exzellente Objektivpalette entwickelt, darunter sowohl Festbrennweiten als auch Zoomobjektive. Aufgrund der Beliebtheit des Systems entwickeln auch andere Hersteller aktiv Objektive, sodass mittlerweile rund 60 Objektive für das X-Bajonett erhältlich sind – eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass das Fuji-X-System (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) noch keine fünf Jahre alt ist. Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Objektivoptionen für unterschiedliche Bedürfnisse:

Objektivkategorie Objektivname 35-mm-äquivalente Brennweite Preis Fisheye-Objektiv (professionell) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Fisheye-Objektiv (Amateur) Rokinon 8mm f/2.8 12 mm, 299 $, entspricht 24 mm (für Profis) Fuji 16mm f/1.4 WR 24 mm, entspricht 24 mm (Amateur) und kostet 999 US-Dollar. Rokinon 16mm f/2.0 24 mm, 349 $, entspricht 35 mm (für Profis) Fuji 23 mm 1.4: XNUMX 35 mm, entspricht 35 mm (Amateur) und kostet 899 US-Dollar. Fuji 23mm f/2 WR 35 mm, 449 $, entspricht 50 mm (für Profis) Fuji 35 mm 1.4: XNUMX 53 mm, entspricht 50 mm (Amateur) und kostet 599 US-Dollar. Fuji 35mm f/2 WR 53 mm, 399 $, entspricht 85 mm (für Profis) Fuji 56 mm 1.2: XNUMX 84 mm, entspricht 85 mm (Amateur) und kostet 1,499 US-Dollar. Fuji 50mm f/2 WR 75-mm-Makro-Teleobjektiv für 449 $ Fuji 60mm f/2.4 Makro 90 mm, 649 $ (entspricht 105 mm) Fuji 90mm f/2 WR 135 mm 949 $ Entspricht 14–24 mm (Profi) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Entspricht 14–24 mm (Amateur) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Entspricht 16–35 mm (Profi) Fuji 10-24mm f/4 15–35 mm 999 $ Entspricht 16–35 mm (Amateur) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Entspricht 24–70 mm (Profi) Fuji 16-55mm f/2.8 WR 24–83 mm, 1,199 $, entspricht 24–70 mm (Amateurobjektiv) Fuji 18-55 mm 2.8: 4-XNUMX 27–84 mm, entspricht 70–200 mm (für Profis) für 699 $ Fuji 50-140mm f/2.8 WR 76–213 mm, 1,599 $, entspricht 70–200 mm (Amateurobjektiv) Fuji 55-200 mm 3.5: 4.8-XNUMX 83–300 mm 699 $ Äquivalentes Teleobjektiv mit fester Brennweite ab 300 mm (Profi/Amateur) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Äquivalentes Teleobjektiv mit variabler Brennweite ab 300 mm (Profi/Amateur) Fuji 100-400mm f/4.5-5.6 WR 152–609 mm 1,899 $

Obwohl Fujis Objektivsortiment nicht so umfangreich ist wie das von Micro Four Thirds, ist es erfreulich, die meisten Fuji-Objektive in der obigen Tabelle zu sehen. Was Fuji-Objektive auszeichnet, ist ihre unglaubliche optische Leistung. Die meisten Objektive, selbst die für ambitionierte Fotografen gedachten, übertreffen die Leistung von Fuji-X-Kameras und erfassen Details mit bemerkenswerter Präzision. Fujis Ingenieure verdienen höchstes Lob für die Entwicklung dieses fantastischen Objektivsortiments für den X-Mount. Ich empfand Fuji-Objektive zudem als äußerst zuverlässig, hochwertig verarbeitet und mit sehr geringen Abweichungen zwischen verschiedenen Exemplaren; ich würde sagen, sie sind mit Micro-Four-Thirds-Objektiven vergleichbar. Ich bin kein Fan der günstigeren Zoomobjektive von Fuji X, da deren optische Qualität, Verarbeitungsqualität und Serienstreuung schwanken können. Die Festbrennweiten und die hochwertigen Zoomobjektive hingegen sind wirklich exzellent.

2.5) Sony E-System

Obwohl der Sony E-Mount bereits seit 2010 existiert, scheint sich Sony mehr auf die Kameraproduktion als auf Objektive konzentriert zu haben. Ähnlich wie Nikon und Canon hat sich das Unternehmen seit der Einführung seiner Vollformatkameras der A7-Serie primär auf die Herstellung von Objektiven für seinen FE-Vollformatanschluss fokussiert und den ursprünglichen E-Mount weitgehend vernachlässigt. Daher ist die Anzahl der für diesen Anschluss verfügbaren Objektive und vor allem deren Qualität trotz seiner siebenjährigen Existenz deutlich geringer als bei Micro Four Thirds und Fuji X. Werfen wir einen Blick auf das Angebot für diesen Anschluss von Sony und anderen Herstellern:

Objektivkategorie Objektivname Äquivalente Brennweite von 35 mm السعر
Fischauge Rokinon 8mm f/2.8 12 مم 399
24 mm-Äquivalent Sony 16 mm f/2.8 24 مم 248
35 mm-Äquivalent Sony 24 mm f/1.8 36 مم 1,098
50 mm-Äquivalent Sony E 35mm f/1.8 53 مم 449
85 mm-Äquivalent Sigma 60 mm 2.8: XNUMX 90 مم 239
Makro-Nahaufnahme Zeiss Touit 50mm f/2.8 Makro 75 مم 999
105 mm-Äquivalent Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 14-24 mm Sony 10-18 mm 4: XNUMX OSS 15-27 m 849
Entspricht 16-35 mm Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht 24-70 mm Sony 16-70mm f/4 24-105 m 799
Entspricht 70-200 mm Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Entspricht einem Teleobjektiv mit fester Brennweite (Festbrennweite) von 300 mm oder höher Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar
Äquivalent zu einem variablen Zoom-Teleobjektiv mit 300 mm und mehr Brennweite Sony 55-210 mm f/4.5-6.3 OSS 83-315 m 349

Manche mögen argumentieren, dass alle unten aufgeführten FE-Objektive auch mit dem E-Mount-System kompatibel sind und die Tabellen daher zusammengeführt werden sollten. Ich habe jedoch mehrere Einwände dagegen. Erstens funktionieren E-Mount-Objektive an Vollformatkameras nicht korrekt, da der Bildkreis zu klein ist (nur ein kleiner Teil des Bildes ist nutzbar, was die Bildauflösung reduziert ). Daher erscheint eine Zusammenführung der beiden Systeme aus dieser Perspektive unlogisch. Zweitens sind speziell für Vollformatkameras entwickelte Objektive größer und teurer, wodurch die Größen- und Kostenvorteile des E-Mount-Systems vollständig zunichtegemacht werden und sie mit Objektiven für Micro-Four-Thirds- und Fuji-X-Kameras nicht vergleichbar sind. Darüber hinaus verursachen unnötig große und schwere Objektive ergonomische Probleme und machen die Ausrüstung an leichten Kameragehäusen wie der Sony A6000/A6300/A6500 zu schwer. Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, zwei separate Tabellen zu führen – eine für APS-C-E-Mount-Objektive und eine für Vollformat-FE-Mount-Objektive.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit dem E-Mount-System (ich habe praktisch alle Sony NEX- und A-Serien-Kameras getestet) würde ich vom Kauf von Sony E-Mount-Objektiven abraten, da ich in der Vergangenheit viele Probleme damit hatte. Die optische Qualität ist generell nicht besonders gut, aber noch schlimmer ist die mangelhafte Verarbeitungsqualität und die uneinheitliche Leistung verschiedener Versionen. Über die Jahre habe ich diverse Objektive wie das 10-18mm f/4 OSS und das 24mm f/1.8 verwendet und war sehr frustriert über die erheblichen Unterschiede in der optischen Leistung. Viele wiesen gravierende Probleme mit der Ausrichtung der optischen Elemente auf und lieferten im Labor extrem uneinheitliche Ergebnisse – etwas, das man bei einem Premium-Objektiv nicht erwarten sollte. Ich musste mehrere 24mm f/1.8-Objektive testen, bevor ich ein wirklich exzellentes Exemplar fand.

2.6) Sony FE

Das Sony FE-System erfreut sich zweifellos immenser Beliebtheit unter Fotografen, vor allem dank Sonys exzellenter Vollformatkameras wie der Sony A7 II, Sony A7S II und Sony A7R II. Da Sony heute der führende Hersteller der meisten Kamerasensoren auf dem Markt ist, liegt es nahe, dass die neuesten und besten Sensorinnovationen zunächst in der A7-Serie zum Einsatz kommen. Dies verschafft Sony einen deutlichen Vorteil in puncto Dynamikumfang, Farbqualität und ISO-Leistung. Aus diesem Grund konzentriert sich Sony angesichts der steigenden Nachfrage von Profi- und Amateurfotografen primär auf die Entwicklung von FE-Objektiven anstatt von Objektiven der E-Serie, was auf ein enormes Wachstumspotenzial in diesem Segment hindeutet. Darüber hinaus profitiert Sony von der engen Partnerschaft mit Zeiss, die eine Reihe herausragender Objektive speziell für das FE-Bajonett entwickelt hat. Dadurch ist es dem Unternehmen gelungen, in relativ kurzer Zeit ein beeindruckendes Objektivportfolio aufzubauen, sodass nun insgesamt über 60 Objektive von Sony, Zeiss und anderen Drittherstellern erhältlich sind. Sehen wir uns nun die verschiedenen Optionen für das Sony FE-Bajonett genauer an:

Objektivkategorie Objektivname Äquivalente Brennweite 35 mm Preis Fisheye (Professionell) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Fisheye (Amateur) Rokinon 12mm f/2.8 12 mm für 499 $, entspricht 24 mm (für Profis) Zeiss Batis 25 mm 2: XNUMX 25 mm 1,299 $ Entspricht 24 mm (Amateur) Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar Entspricht 35 mm (Profi) optische Qualität Und die Verarbeitungsqualität. Das 24-70mm f/4 OSS-Objektiv hätte den Namen Zeiss gar nicht tragen dürfen; seine Leistung war selbst im Vergleich zu günstigeren 28-70mm-Kit-Objektiven so schlecht. Seit der Ankündigung habe ich mehrere Versionen des 24-70mm f/4 OSS getestet und nie ein gutes Exemplar gefunden; jedes einzelne wies deutliche Verzeichnungen und eine insgesamt schwache Leistung auf, mit offensichtlichen Problemen durch Dezentrierung der optischen Elemente in verschiedenen Winkeln. Meine ersten Erfahrungen habe ich in meinem Artikel „Die besten und schlechtesten Sony-Objektive“ detailliert beschrieben, zusammen mit einigen ernüchternden Fakten. Ich hatte die Gelegenheit, einige weitere Exemplare erneut zu testen, woraufhin ich aufgab. Eines sei klargestellt: Selbst wenn ein Sony-Objektiv den Namen Zeiss trägt, sollte man nicht davon ausgehen, dass es von Zeiss entwickelt oder hergestellt wurde. Der Name Zeiss ist eine Empfehlung oder ein Qualitätsmerkmal. Sony-Objektive der Marke Zeiss werden von Sony-Ingenieuren entwickelt. Sobald das Design von Zeiss geprüft und freigegeben wurde, verwendet Sony den Namen ausschließlich aus Marketinggründen. Die Objektive der Marke Zeiss für die Sony E- und FE-Systeme (wie Touit, Loxia und Batis) wurden von Zeiss-Ingenieuren entwickelt und gefertigt (die Produktion von Zeiss-Objektiven wird größtenteils in Japan vergeben).

Sony hat mit der Veröffentlichung mehrerer hochwertiger Festbrennweiten und Wechselobjektive, insbesondere der G Master-Serie, ein starkes Comeback gefeiert – die sich als einzigartig erwiesen hat. Es gibt deutlich weniger optische Probleme, die Leistung und Verarbeitungsqualität sind solide, und auch der Kontrast der Testexemplare scheint verbessert worden zu sein. Ich habe bisher zwei Versionen des 85mm f/1.4 GM und des 24-70mm f/2.8 GM getestet und wurde nicht enttäuscht. Gleiches gilt für die Zeiss Loxia und Batis Objektive – sie sind wirklich exzellent und die Investition wert. Dank dieser Objektivneuheiten sieht das Sony FE-System heute deutlich vielversprechender aus.

3) Vergleich spiegelloser Kamerasysteme

Fassen wir nun alle Informationen zusammen und betrachten wir die Ergebnisse in diesem Abschnitt zum Vergleich spiegelloser Kamerasysteme. Bitte beachten Sie, dass die Daten in der folgenden Tabelle aus verschiedenen Quellen stammen. Zudem basieren einige der Analysen und Informationen auf meinen persönlichen Erfahrungen mit diesen Systemen und sind daher subjektiv.

3.1) Linsen

Beginnen wir mit einem Blick auf die Leistungsfähigkeit der für jedes spiegellose Kamerasystem verfügbaren Objektive.

Kamerasystem Komplett originale Linsen Objektive anderer Hersteller Gesamtlinsen Linsenvielfalt Linsenqualität Stichprobenvariation Linsenbewertung
Nikon 1 11 0 11 3 4 4 11
Canon EF-M 6 13 19 2 4 4 10
Micro Four Thirds 57 42 99 5 5 5 15
Fujifilm X. 21 38 59 5 5 5 15
Sony E 13 27 40 3 3 3 9
Sony FE 22 42 64 5 4 4 13

Aus den bisherigen Informationen geht klar hervor, dass ich persönlich Micro-Four-Thirds-, Fujifilm-X- und Sony-FE-Systeme bevorzuge. Weder Nikon noch Canon haben ausreichend hochwertige Objektive entwickelt, was sich negativ auf ihre Objektivauswahl auswirkt. Das Sony-E-Mount-System leidet unter Kontrastproblemen, die bereits erwähnt wurden, weshalb es meine am wenigsten bevorzugte Objektivwahl ist. Micro Four Thirds und Fujifilm hingegen erzielten dank ihrer exzellenten Objektive die höchsten Punktzahlen.

3.2) Kameras

Nun vergleichen wir die Leistung der Kameras innerhalb dieser Systeme.

Kamerasystem Einsteigerkameras Kameras der Kategorie „Fortgeschritten“ Kameras der Profiklasse Bildqualität Installation Benutzerfreundlichkeit Autofokusleistung
Nikon 1 نعم نعم لا 2 Die Linse 5 5
Canon EF-M لا نعم لا 4 Die Linse 5 4
Micro Four Thirds نعم نعم نعم 3 Gehäuse und Objektiv 5 5
Fujifilm X. نعم نعم نعم 4 Die Linse 5 5
Sony E نعم نعم لا 4 Gehäuse und Objektiv 4 5
Sony FE لا نعم لا 5 Gehäuse und Objektiv 4 5

Angesichts der Vielzahl an Kriterien zur Kamerabewertung ist es schwierig, all diese Informationen in einer einzigen Tabelle zusammenzufassen und jedem Kriterium eine angemessene Gewichtung und Punktzahl zuzuweisen. Daher stützte sich meine Bewertung hauptsächlich auf Bildqualität, Unterschiede in der Bildstabilisierung und Benutzerfreundlichkeit, auch wenn dies ein sehr begrenzter Ansatz zur Kamerabewertung ist. Der wichtigste Faktor ist meiner Meinung nach die Bildqualität, und hier spielt die Größe eindeutig eine Rolle – je größer der Sensor, desto besser in der Regel die Bildqualität. Auch die Bildstabilisierung gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung. Da Kamerasysteme mittlerweile sowohl gehäuseinterne als auch objektivbasierte Stabilisierung bieten, sind sie flexibler und vielseitiger geworden, insbesondere durch die Implementierung beeindruckender Funktionen wie Pixel-Shift. Daher habe ich jedem System, das beide Stabilisierungsarten bietet, zwei Punkte gegeben. Die Benutzerfreundlichkeit ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, und hier punkten Nikon, Canon und Fuji dank ihrer exzellenten Menüsysteme, intuitiven Einstellräder und komfortablen Tasten. Sony habe ich niedriger bewertet, da die Menüs entweder unnötig komplex oder schlecht organisiert sind. Und diese blöden Sony PlayMemories-Apps sind einfach nur nervig! Es ist absurd zu glauben, man müsse mehr Geld für Apps ausgeben, die zusätzliche Kamerafunktionen bieten. Jeder, der sie schon einmal benutzt hat, weiß, wie unzuverlässig und schlecht umgesetzt sie sind.

Die ersten drei Spalten geben einen guten Überblick über die Systemvielfalt. Micro Four Thirds und Fujifilm bieten Kameras unterschiedlicher Leistungsklassen an – von günstigen Einsteigermodellen bis hin zu professionellen High-End-Kameras. Nikon startete mit der V1- und V2-Serie sehr gut, doch nachdem der elektronische Sucher (EVF) optional erhältlich war und auf microSD-Karten umgestellt wurde, halte ich die V-Serie für die „Amateur“-Kameras der Nikon 1-Serie. Auch wenn viele anderer Meinung sein mögen, würde ich die Kameras der Sony A7-Serie nicht als „professionell“ bezeichnen – eine Kamera mit nur einem Speicherkartensteckplatz kann meiner Meinung nach nicht als professionell gelten. Diese Daten habe ich jedoch nicht in die Rangliste aufgenommen.

Hinsichtlich der Autofokusleistung liefern die meisten modernen spiegellosen Kameras sehr gute Ergebnisse, wobei die Leistung je nach Situation nur geringfügig variiert. Bitte beachten Sie, dass ich in der obigen Tabelle viele weitere Kameramerkmale wie Auflösung, Dynamikumfang, Qualität/Bildwiederholfrequenz des elektronischen Suchers/LCD-Bildschirms, Akkulaufzeit, Videoaufzeichnung und viele andere wichtige Funktionen nicht berücksichtigt habe. Die Tabelle dient daher lediglich der Information und nicht der Bewertung bestimmter Kamerasysteme.

3.3) Spiegellose Kamerasysteme

Betrachten wir nun die „Gesamtsystembewertung“, die auf weiteren wichtigen Kriterien wie Zuverlässigkeit, Systemgröße und Kosten basiert:

Kamerasystem Stabilität und Zuverlässigkeit Firmware-Updates الدعم الاحترافي Sensorgröße Systemgröße Systemkosten Systembewertung
Nikon 1 5 3 لا 2 5 niedrig 15 / 26
Canon EF-M 4 3 لا 4 4 niedrig 14 / 24
Micro Four Thirds 5 4 نعم 3 5 مرتفع 18 / 33
Fujifilm X. 5 5 لا 4 4 مرتفع 18 / 33
Sony E 4 3 لا 4 4 niedrig 15 / 24
Sony FE 4 3 نعم 5 3 مرتفع 16 / 29

Die meisten spiegellosen Kamerasysteme sind mittlerweile deutlich ausgereifter und zeichnen sich durch hervorragende Stabilität und Zuverlässigkeit aus. Bei Firmware-Updates stechen Fujifilm und Micro Four Thirds klar hervor. Fujifilm steht an der Spitze, da es als einziges Unternehmen seine älteren Kameras kontinuierlich mit neuen Funktionen ausstattet. Bis vor Kurzem boten weder Panasonic noch Olympus Funktions-Upgrades per Firmware an, doch mit der Ankündigung der OM-D E-M1 II hat Olympus nun angekündigt, weitere Funktionen per Firmware-Update bereitzustellen – ein vielversprechender Ansatz. Ob dies allein schon ein Plus für Firmware-Updates für alle Micro-Four-Thirds-Systeme rechtfertigt, sei dahingestellt, aber es ist immer noch besser als bei anderen, die scheinbar kein Interesse zeigen. Professionellen Support bieten nur Micro Four Thirds und Sony FE an, allerdings ist für beide ein Jahresabonnement erforderlich. Hinsichtlich der Sensorgröße habe ich die Nikon 1 zunächst mit 2 Punkten für ihren kompakten CX-Sensor und mit 5 Punkten für den Vollformatsensor bewertet, was im Wesentlichen der Bewertung der Bildqualität in der vorherigen Tabelle entspricht. Hinsichtlich der Systemgröße schnitten Nikon 1 und Micro Four Thirds am besten ab, da diese Systeme im Vergleich zu APS-C-Kameras, insbesondere Vollformatkameras, tatsächlich sehr klein sind. Die Spalte „Systemkosten“ berücksichtigt die besten Kameras und Objektive für ein bestimmtes System. Daher sind Nikon 1, Canon EF-M und Sony E am günstigsten, während Micro Four Thirds, Fujifilm und Sony FE recht kostspielig sein können.

Abschließend ergibt die Kombination der Linsenbewertungen mit den Systembewertungen die „Gesamtsystembewertung“, die in der letzten Spalte fettgedruckt ist. Die vorhergehende Zahl ist die Summe aller Spalten abzüglich der Systemkosten.

4) Schlussfolgerung

Bei der Bewertung spiegelloser Kamerasysteme sind Micro Four Thirds und Fujifilm X meine persönlichen Favoriten. Meiner Meinung nach bieten diese beiden Systeme derzeit die umfassendste Auswahl an Objektiven und Kameras und werden für ihre Kompaktheit, ihre Gesamtleistung und ihre Zuverlässigkeit hoch gelobt. Nikon und Canon hingegen haben spiegellose Systeme leider nicht ernst genug genommen, was sich deutlich zeigt: Nikon hat seit über einem Jahr keine Ankündigungen mehr zur Nikon-1-Serie gemacht, was Fragen über deren Zukunft aufwirft, während Canon scheinbar mit der M-Serie experimentiert. Beide Hersteller bieten keine überzeugenden Objektivoptionen, die ambitionierte Hobbyfotografen und Profis zufriedenstellen. Dasselbe gilt für Sony, die ihr E-Mount-System leider vernachlässigt und sich in letzter Zeit auf die Veröffentlichung von FE-Objektiven konzentriert haben. Das ist zwar verständlich, wird aber denjenigen nicht gerecht, die ein kompaktes APS-C-System bevorzugen. Sonys FE-System bietet zwar die beste Bildqualität aller Systeme, doch bis vor Kurzem mangelte es den Objektiven an Vielfalt, guter Auswahl und gleichbleibender Qualität. Das Sony-FE-System ist zudem das größte und teuerste, insbesondere beim Kauf von G-Master- oder Zeiss-Objektiven. Ich hoffe, Sony wird Vollformatkameras speziell für Profis anbieten, die über größere Akkus, verbesserte Ergonomie, zwei Speicherkartensteckplätze, höhere Zuverlässigkeit und keine Überhitzungsprobleme sowie ein optimiertes Menüsystem und äußerst wünschenswerte Funktionen wie Pixel-Shift verfügen.

Wenn Sie verschiedene spiegellose Kamerasysteme vergleichen, hoffen wir, dass Ihnen die obigen Informationen hilfreich sind. Für Feedback und Anmerkungen nutzen Sie bitte den Kommentarbereich unten.

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