Ausfall bei Microsoft Azure: Was ist passiert und wie wurde das Problem behoben?

Die Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft war am Mittwoch von einem größeren Ausfall betroffen. Der Vorfall ereignete sich zwischen 15:45 Uhr UTC am 29. Oktober und 00:05 Uhr UTC am 30. Oktober. Betroffen waren Microsoft-Dienste, die Azure Front Door (AFD) nutzen , darunter App Service, Media Services, Microsoft Purview und Plus.

Ausfall bei Microsoft Azure: Was ist passiert und wie wurde das Problem behoben?

Da Azure zu den drei größten globalen Anbietern von Cloud-Infrastruktur zählt, kam es zudem zu Ausfällen zahlreicher Websites. Nutzer meldeten außerdem Probleme mit Microsoft 365 , Minecraft, Xbox und verwandten Websites auf Downdetector.

Laut der ersten Untersuchung von Azure nach dem Vorfall war die Ursache eine „unbeabsichtigte Änderung der Mandantenkonfiguration“. Dies führte dazu, dass mehrere AFD-Knoten nicht korrekt geladen wurden, was wiederum Latenzprobleme, Verbindungsfehler und Timeouts zur Folge hatte. Im Wesentlichen löste eine fehlerhafte Mandantenkonfiguration eine Kettenreaktion von Fehlern aus.

Um dem entgegenzuwirken, hat Azure vorübergehend alle Konfigurationsänderungen der Kunden blockiert und die neueste bekannte stabile Version veröffentlicht.

Während des Vorfalls informierten offizielle Microsoft 365-Status- und Azure-Supportkonten über den Zustand von X. Zeitweise war sogar die Microsoft-Dienststatusseite nicht erreichbar. Gegen 18:30 Uhr UTC am 29. Oktober wurde eine globale, korrigierte Konfiguration schrittweise ausgerollt und implementiert.

Der Microsoft 365 Status X-Account teilte mit: „Wir stellen eine frühere, funktionierende Konfiguration der betroffenen Infrastruktur wieder her, um dieses Problem zu beheben. Dies geschieht parallel zu Maßnahmen zur Umverteilung des Datenverkehrs innerhalb der funktionierenden Infrastruktur, um die Auswirkungen schnellstmöglich zu minimieren.“

Microsoft bestätigte schließlich, dass die Auswirkungen des AFD auf Kunden am 30. Oktober 2025 um 00:05 UTC behoben wurden. Weitere Details werden voraussichtlich innerhalb von 14 Tagen nach Veröffentlichung des abschließenden Berichts zur Vorfallsanalyse bekannt gegeben. Azure Service Health-Warnungen können zudem per E-Mail, SMS und Webbenachrichtigung übermittelt werden.

Leider ist dies nicht der erste derartige Ausfall in jüngster Zeit. Erst vor neun Tagen führte ein größerer Ausfall von Amazon Web Services (AWS) dazu , dass zahlreiche Websites und Dienste offline gingen. Laut der AWS-Seite zum Dienststatus waren Probleme mit der DNS-Auflösung die Ursache.

Dies verdeutlicht, dass selbst etwas so weitverbreitetes und globales wie das Internet anfällig sein kann. AWS, Microsoft Azure und Google sind die drei Cloud-Computing-Giganten, die den Großteil der Infrastruktur bilden. Ein Ausfall eines dieser Anbieter hätte enorme Auswirkungen.

Amazon wird im zweiten Quartal 2025 mit einem Marktanteil von 30 % den Cloud-Computing-Markt anführen. Azure folgt mit rund 20 % Marktanteil. Google-Dienste erreichen einen Marktanteil von 13 %. Aufgrund der jüngsten Ausfälle könnten Tausende von Nutzern und Systemen die Folgen dieser Marktverschiebung zu spüren bekommen.

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