Auswirkungen der Zölle: Audi stoppt Autolieferungen in die USA – detaillierte Analyse

Wenn Sie über den Kauf eines Audi nachgedacht haben, ist jetzt möglicherweise der richtige Zeitpunkt dafür. Die deutsche Marke, die zum Volkswagen-Konzern gehört, kündigte an, dass sie ihre Lieferungen in die USA einstellen werde, nachdem Präsident Donald Trump 25-prozentige Zölle auf alle importierten Fahrzeuge verhängt hatte.

Audi hält derzeit Fahrzeuge zurück, die nach Inkrafttreten der Zölle am 3. April in US-Häfen eintrafen. Allerdings verfügt das Unternehmen in den USA noch immer über rund 37,000 Fahrzeuge auf Lager, womit die Nachfrage etwa zwei Monate lang gedeckt werden könnte. entsprechend Reuters

Laut Cox Automotive halten die Automobilhersteller im Durchschnitt genügend Fahrzeuge vor, um die Nachfrage in den USA etwa drei Monate lang zu decken.

Audi dürfte von den Zöllen besonders betroffen sein: Der Q5, das meistverkaufte Modell in den USA, wird in Mexiko produziert, während andere Modelle wie der A3, A4 und A6 in Deutschland gefertigt werden.

Bei der Aussetzung der Auslieferungen handelt es sich eindeutig um eine vorübergehende Maßnahme, um für Audi und den Mutterkonzern Volkswagen Zeit zu gewinnen. Bleiben die Zölle bestehen, werden die Fahrzeugpreise wahrscheinlich entsprechend steigen, sofern nicht ein Teil der Produktion in die USA verlagert wird. Volkswagen hat bereits ein Werk in Chattanooga, Tennessee, und plant ein neues Werk in South Carolina. Das letztgenannte Werk soll jedoch erst 2027 seinen Betrieb aufnehmen und ist derzeit auf den Bau von Elektrofahrzeugen für die VW-Marke Scout Motors spezialisiert.

Auch andere globale Automobilhersteller haben als Reaktion auf Trumps Zölle drastische Maßnahmen ergriffen. Am 5. April gab Jaguar Land Rover bekannt, dass die Auslieferung seiner in Großbritannien hergestellten Fahrzeuge in die USA in diesem Monat eingestellt werde. Der britische Hersteller luxuriöser Sportwagen wies darauf hin, dass der US-Markt fast ein Viertel seines weltweiten Umsatzes ausmacht, angeführt von Modellen wie Range Rover Sports, Defender und Jaguar F-PACE.

Am 3. April gab Nissan, der größte Exporteur japanischer Fahrzeuge in die USA, bekannt, dass das Unternehmen keine neuen Bestellungen für zwei in Mexiko hergestellte Infiniti-SUVs, den QX50 und den QX55, mehr annehmen werde.

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