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Die großen Fondsmanager überflügeln: Fortgeschrittene Anlagediversifizierungsstrategien für Profis

Wenn Sie die Praxis eines Ernährungsberaters betreten und mit einem Ernährungsplan wieder herauskommen, der nur aus gesunden Salaten besteht – nun, sicher, das ist vielleicht nicht der schlechteste Rat. Aber ist es aufschlussreich? Pionier? Lohnt es sich, dafür zu bezahlen? Wahrscheinlich nicht. Doch genau das bekommen viele Anleger von registrierten Anlageberatern (RIAs): ein Portfolio voller S&P-ETFs und Fonds von Unternehmen wie KKR, Blackstone und BlackRock – den „Autoritäten“ der Anlagebranche.

Die Frage, die sich Anleger stellen sollten: Was zahle ich eigentlich?

Das heutige Marktumfeld erfordert mehr als nur die Präsenz großer Markennamen. Die jüngste Volatilität bei den Aktien börsennotierter Unternehmen war ein deutlicher Weckruf. Angesichts der Konzentrationsrisiken, die durch Technologie und eine zunehmende Vernetzung der Vermögenswerte entstehen, kann Diversifizierung nicht nur eine bloße Pflichtübung sein. Die Wahrheit ist, dass eine echte Diversifizierung erfordert, dass man über die großen Manager hinausblickt und die Möglichkeiten erkundet, die sich bei aufstrebenden, Nischen- und oft kleineren alternativen Investmentmanagern bieten. *Diese spezialisierten Manager bieten oft einzigartige Strategien an, die bei größeren Organisationen normalerweise nicht verfügbar sind.*

 

Öffentliche Märkte: Ein schrumpfendes und konzentriertes Spielfeld

Die öffentlichen Märkte spiegeln die Gesamtwirtschaft immer weniger wider und konzentrieren sich zunehmend auf eine kleine Gruppe dominanter Akteure. Die sieben größten Aktien – Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla – repräsentieren bis Ende 2024 fast 35 % der Marktkapitalisierung des S&P 500. *Diese erhöhte Konzentration spiegelt die veränderte Marktdynamik wider.*

Gleichzeitig hat sich die Zahl der börsennotierten Unternehmen in den USA in den letzten drei Jahrzehnten fast halbiert, von über 8000 im Jahr 1996 auf rund 4000 heute. Der Rückgang der Anzahl börsennotierter Unternehmen, die zunehmende Konzentration und die steigende Volatilität deuten alle auf eines hin: Sich allein auf die öffentlichen Märkte und große Markenalternativen zu verlassen, reicht nicht mehr aus. Diese Veränderungen erfordern diversifiziertere und flexiblere Anlagestrategien.

 

Der Aufstieg alternativer Anlagen: Warum kleiner besser sein kann

Alternative Investitionen – wie etwa Private Equity, Privatkredite, Risikokapital und andere nicht öffentliche Vermögenswerte – bieten Anlegern die Möglichkeit, sich vom Risiko öffentlicher Märkte abzuwenden. Aber selbst innerhalb dieser Anlageklasse konzentrieren sich Anleger häufig auf die größten Namen in diesem Bereich.

Das ist falsch.

Zahlreiche Studien belegen, dass kleinere oder aufstrebende Vermögensverwalter tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als größere, etabliertere Konkurrenten – beispielsweise zeigen Untersuchungen , dass die Rendite eines Fonds umgekehrt proportional zu seiner Größe sein kann. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Kleinere Fonds sind agiler, können Nischenstrategien verfolgen und sind weniger anfällig für bürokratische Hürden. Zudem tragen kleinere Fonds nicht die Last eines hohen Kapitalvolumens, was sie dazu zwingt, in größere, gängigere Anlagen zu diversifizieren.

Auch im Bereich der privaten Kredite deuten die Anzeichen darauf hin , dass sich dieser Trend fortsetzt: Fonds, die sich auf kleinere Kredite konzentrieren, erzielen im Vergleich zu solchen mit Fokus auf größere Kredite deutlich höhere Renditen. Zwar kann diese höhere Rendite mit einer höheren Ausfallrate einhergehen, doch führen einige Marktbeobachter dies darauf zurück, dass kleinere Vermögensverwalter tendenziell restriktivere Kreditbedingungen festlegen, was zwangsläufig zu höheren Ausfallraten führt. Größere Vermögensverwalter, die um die Anlage größerer Kapitalbeträge konkurrieren, sind hingegen möglicherweise kulanter bei den Konditionen, um diese Mittel investieren zu können. Dies bedeutet, dass kleinere Vermögensverwalter unter Umständen sogar risikoscheuer agieren.

Die Daten bestätigen die Annahme, dass kleinere Manager bei der Auflegung neuer Fonds tendenziell besser abschneiden. Der erste Fonds übertrifft in der Regel die nachfolgenden, je größer der Einfluss des Managers wird. Kleinere Teams und jüngere Manager haben oft ein stärkeres persönliches Interesse am Erfolg des Fonds. Sie sind ehrgeiziger und agieren schneller. Da sie nicht Milliardenbeträge investieren müssen, können sie sich auf überzeugende und renditestarke Deals konzentrieren, die für größere Firmen kaum relevant sind.

Zwar gehen neuere Manager möglicherweise ein etwas höheres Risiko ein und müssen sich erst daran gewöhnen, doch die Outperformance bedeutet, dass Anleger und ihre Berater bereit sein sollten, sich an diese Manager zu wenden – sowohl auf der Suche nach Alpha als auch aus Gründen einer angemessenen Diversifizierung.

 

Große Marken, größere Probleme: Die Herausforderungen von Immobilieninvestitionen

Anleger, die Unternehmensgröße mit Anlagesicherheit gleichsetzen, sollten diese Annahme überdenken, da Größe keine Garantie ist. Einige der größten Namen im Immobiliensektor sahen sich in den letzten Jahren erheblichen Herausforderungen gegenüber. Ende 2022 begann Blackstones BREIT-Fonds nach einem sprunghaften Anstieg der Auszahlungsanträge, die Rücknahmen von Anteilen einzuschränken. KKR und Starwood hatten mit ihren Immobilien-Investmentfonds (REITs) ähnliche Schwierigkeiten . Hierbei handelt es sich nicht um Randfiguren, sondern um Branchenriesen. Doch selbst Giganten können scheitern. Große Marken garantieren nicht zwangsläufig Liquidität, Transparenz oder herausragende Performance. *Hinweis: Anleger sollten unabhängig von der Unternehmensgröße eine sorgfältige Prüfung durchführen.*

 

Die Rolle des Finanzberaters: Einblicke, nicht nur Zugang zu Produkten

Finanzberater müssen ihre Leistung steigern. Wenn Anleger mit einem Fachmann zusammenarbeiten, erwarten sie fundierte Einblicke und fachkundige Beratung und nicht nur Zugang zu Produkten, die sie online oder über eine einfache Google-Suche finden können. Der wahre Wert eines Beraters liegt darin, Kunden bei der Bewertung und Auswahl aufstrebender Fondsmanager, innovativer Strategien und wirklich diversifizierter Anlagealternativen zu unterstützen.

Es stimmt, dass die Entwicklung von Fondsmanagern in Schwellenländern Risiken birgt. Sie weisen eine kürzere Erfolgsbilanz auf und manche Fonds sind möglicherweise nicht erfolgreich.

Diese Risiken können jedoch durch eine angemessene Sorgfaltspflicht und sorgfältige Analyse gemindert werden. Seien wir ehrlich: Nicht alle Risiken beschränken sich auf kleine Unternehmen. Manchmal lauert die wahre Gefahr am helllichten Tag, getarnt hinter einem Hochglanzprospekt und einem schicken Logo.

Wenn Sie eine echte Portfoliodiversifizierung und das Potenzial für höhere risikobereinigte Renditen anstreben, ist die Datenlage eindeutig: Kleinere, fokussiertere Fondsmanager verdienen einen Platz am Tisch. Berater, die diese Tatsache ignorieren, erweisen ihren Kunden keinen Gefallen. *Diese Manager verfügen häufig über eine größere Flexibilität und die Fähigkeit, Nischenmarktchancen zu nutzen.*

Andernfalls essen Sie einen gebratenen Hühnersalat und reden sich ein, dass Ihnen das beim Abnehmen hilft. Für Ihr Anlageportfolio müssen Sie sich besser beraten lassen.

Bei den hierin enthaltenen Informationen handelt es sich nicht um Anlage-, Steuer- oder Finanzberatung. Sie sollten sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation an einen zugelassenen Fachmann wenden.

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