Der Verlust des Google-Deals: Eine echte Katastrophe für Firefox
Zusammenfassung:
- Das US-Justizministerium möchte das Suchmaschinenmonopol von Google brechen, was auch das Ende des Vertrags mit Firefox bedeuten könnte.
- Google zahlt derzeit eine Menge Geld, um seine Suchmaschine als Standardoption in Firefox beizubehalten.
- Wenn dieser Deal nicht zustande kommt, könnte dies erhebliche Budgetkürzungen für Firefox und möglicherweise sein Ende bedeuten.
Google befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit mit dem Justizministerium, um das Suchmaschinenmonopol des Unternehmens zu brechen. Das Justizministerium möchte, dass Google anderen Browsern keine Zahlungen mehr leistet, damit sie seine Suchmaschine als Standard verwenden. Dies könnte jedoch schwerwiegende Folgen für den größten Konkurrenten von Chrome, Firefox, haben und ihn möglicherweise vom Markt verdrängen.

Mozillas (das Unternehmen hinter Firefox) CFO Eric Muelheim sagte vor dem Justizministerium aus und erklärte ausdrücklich, dass der Verlust des Deals mit Google, der die Suchmaschine als Standardoption in Firefox, kann zu einer „Abwärtsspirale“ führen. Er fügte hinzu, dass man „erhebliche Einschnitte im gesamten Unternehmen“ vornehmen müsse.

Um etwas Licht in die Hintergründe zu bringen: Google zahlt derzeit im Rahmen seines Suchmaschinen-Deals eine riesige Summe an Mozilla. Dies entspricht 85 % des Browserumsatzes. Ein Scheitern des Deals würde wahrscheinlich das Ende von Firefox bedeuten. Der Grund hierfür ist, dass sie die Investitionen in die Produktentwicklung des Browsers reduzieren müssen, wodurch dieser für die Benutzer weniger attraktiv wird.
Derzeit ist Firefox der einzige populäre Browser, der nicht auf Chromium basiert. Sein Untergang würde die Marktdominanz festigen, die das Gericht einzuschränken versucht. Es sei „die einzige Browser-Engine, die nicht einem großen Technologieunternehmen, sondern einer gemeinnützigen Organisation gehört.“ Daher ist seine Präsenz auf dem Markt notwendig.
Mulheim sagte, sie hätten mit Microsoft gesprochen, um deren Suchmaschine Bing als Standardoption anzubieten. Ohne ein Angebot von Google für den Vertrag dürfte der von Mozilla angestrebte Umsatzanteil jedoch sinken. Darüber hinaus kann Bing den Suchverkehr nicht so effizient monetarisieren wie Google.
Wenn es also mit dem Justizministerium hinsichtlich Google gut läuft, werden dem gemeinnützigen Browser harte Zeiten bevorstehen. Sie könnten zwar warten, bis eine andere Suchmaschine mit dem Angebot von Google mithält, doch das ist hypothetisch und sie wissen nicht, wann oder ob dieser Tag kommen wird. Bis dahin muss Firefox erhebliche Herabstufungen und schwerwiegende Konsequenzen hinnehmen, die zum Untergang des Browsers führen könnten.
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