Die Auswirkungen der Übernahme von TrainingPeaks durch Garmin auf Ihr Fitnessprogramm
Die wichtigsten Dinge, die Sie wissen müssen
- Garmin hat TrainingPeaks und TrainHeroic übernommen, um sein Fitness-Ökosystem mit individuell anpassbaren Ausdauer- und Krafttrainingserlebnissen sowie gezielten Planungs- und Trainingstools zu erweitern.
- Die Übernahme wirft Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Unterstützung von TrainingPeaks für mehr als 100 Geräte und Anwendungen von Garmins Konkurrenten auf, wofür es bisher keine klaren Antworten gibt.
- Sofortige Änderungen sind nicht zu erwarten, da Übernahmen Monate dauern und die Unterstützung für Geräte anderer Hersteller sowie Preisänderungen beobachtet werden sollten.
Garmin gab heute Morgen die Übernahme von TrainingPeaks und TrainHeroic bekannt. Diese beiden Plattformen zählen dank ihrer hochwertigen Trainingspläne zu den führenden Anbietern im Bereich Ausdauer- und Krafttraining. Die Nachricht hat bereits für viel Spekulation und Verunsicherung unter Athleten und Trainern gesorgt, die ihre Trainingsprogramme auf diese Tools aufgebaut haben. Hier erfahren Sie, was diese Übernahme für Ihr Training bedeuten könnte.

Warum hat Garmin TrainingPeaks übernommen?
Laut offizieller Pressemitteilung von Garmin stärkt diese Übernahme das Garmin-Fitness-Ökosystem, indem sie Athleten, die sich auf Ausdauer, Kraft und Leistung in jeder Phase ihrer Fitnessreise konzentrieren, individualisierbare Trainingserlebnisse bietet. Der Deal umfasst ausschließlich TrainingPeaks und TrainHeroic, nicht die gesamte Muttergesellschaft Peaksware Holdings. Dies unterstreicht Garmins Fokus auf seine Ausdauer- und Krafttrainingsangebote und nicht den Verkauf des gesamten Mutterkonzerns.
TrainingPeaks ist besonders für seine Trainingspläne, Protokolle und Trainingstools bekannt, doch diese Übernahme unterstreicht weitere Funktionen und Vorteile. Garmin dürfte beispielsweise an TrainingPeaks Virtual interessiert sein, einer hervorragenden Plattform für Indoor-Cycling.
Es ist außerdem erwähnenswert, dass TrainingPeaks die Markenrechte an einigen beliebten Kennzahlen für ambitionierte Radfahrer besitzt, wie beispielsweise Trainingsstress-Score, normalisierte Leistung und Intensitätsfaktor. Derzeit lizenzieren andere Unternehmen wie Wahoo, Hammerhead und TrainerRoad diese Begriffe für die Verwendung in ihren eigenen Produkten – es bleibt abzuwarten, ob die Übernahme durch Garmin Auswirkungen darauf hat. Garmin dominiert bereits den Hardware-Bereich mit seinen Uhren, Fahrradcomputern und Sensoren, die Daten generieren. Was das Unternehmen jedoch noch nicht vollständig beherrscht, ist die Planung und das Training, die auf diesen Daten basieren.
Hinzu kommt der Aspekt des Krafttrainings mit TrainHeroic. Garmin will sich ganz klar im Bereich des Kraft- und Hybridtrainings etablieren, und die Übernahme einer etablierten Plattform zur Programmierung von Krafttrainingseinheiten ist deutlich schneller als die Entwicklung einer eigenen Plattform.
Was wird nun mit TrainingPeaks geschehen?
Hier setzen die Bedenken der Community an, und diese sind nicht unbegründet. TrainingPeaks und TrainHeroic sind derzeit mit über 100 Geräten und Anwendungen kompatibel, darunter auch Geräte von Garmins direkten Konkurrenten wie Wahoo, Coros, Polar, Suunto und Apple. Garmin hat nun einen Anreiz, die Zugänglichkeit dieser Plattform einzuschränken. Ob das Unternehmen diesem Anreiz nachkommen wird, ist unklar. Daher werden drei mögliche Szenarien diskutiert:
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Im besten Fall lässt Garmin die TrainingPeaks-Plattform weitgehend unabhängig als eigenständiges Produkt, behält die Unterstützung für mehrere Marken bei und integriert möglicherweise einige ausgewählte TrainingPeaks-Funktionen in Connect+.
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Mittleres Szenario: Garmin handhabt TrainingPeaks so, wie Strava Runna seit der Übernahme gehandhabt hat, was wie eine Art Kombi-Abonnement aussehen könnte.
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Im schlimmsten Fall übernimmt Garmin die Funktionen von TrainingPeaks und erhebt exorbitante Gebühren (Paywalls). Bestehende Nutzer verlieren jahrelang gesammelte Trainingsprotokolle, Wettkampfnotizen und Trainingspläne.
Die heutige Ankündigung geht nicht direkt auf diese Bedenken ein. Aktuell konzentriert sich Garmin in seiner Kommunikation auf die „Stärkung des Ökosystems“.
Fazit
Übernahmen dieser Art dauern in der Regel Monate (und manchmal länger), bis sich Produktänderungen bemerkbar machen, und Garmin hat hierfür keinen Zeitplan genannt. Hier sind einige seit Langem offene Fragen, denen es sich lohnt, nachzugehen:
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Wird der Support für Geräte anderer Hersteller eingestellt?
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Wird das Krafttraining bei Garmin endlich besser?
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Werden sich die Preise einer der beiden Plattformen ändern?
Garmin zählt bereits zu den größten Namen im Bereich Sportausrüstung und -daten; die heutige Übernahme erweitert die Reichweite des Unternehmens im Bereich strukturierter Trainings- und Übungspläne zusätzlich.
Vielleicht werden die besten Trainingstools von TrainingPeaks in Connect+ integriert, Garmins Krafttraining erhält das lang ersehnte Upgrade – und alle profitieren. Oder vielleicht verschwindet ein beliebtes eigenständiges Tool nach und nach und verliert an Bedeutung. Vorerst bleibt abzuwarten , ob die Integrationen von TrainingPeaks mit Garmins Konkurrenten erhalten bleiben und wie sich die Preise entwickeln.
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