Warum Millennials Kreditkarten meiden: Eine detaillierte Analyse und alternative Strategien

Einer neuen Studie der Cash App Afterpay zufolge geben mehr als die Hälfte der Millennials an, dass Kreditkarten sich veraltet anfühlen, Ängste auslösen und nicht zu der Art und Weise passen, wie sie ihr Geld verwalten möchten. Im Gegensatz zu früheren Generationen, für die Kreditkarten eine Art Übergangsritus oder Symbol finanzieller Freiheit waren, definieren Millennials die finanzielle Unabhängigkeit neu – und Kreditkarten halten das nicht.

Warum stehen Kreditkarten im Widerspruch zur finanziellen Denkweise der Millennials?

„Millennials finden Kreditkarten unattraktiv, nicht nur wegen der hohen Zinsen und undurchsichtigen Bedingungen, sondern weil sie sich veraltet und beängstigend anfühlen“, sagte Lindsay Bryan-Bodvin, Finanztherapeutin bei Cash App Afterpay. Kreditkarten stehen im Widerspruch zu den Vorstellungen der Millennials, mit Geld umzugehen. Sie wünschen sich Klarheit, Struktur und Echtzeitkontrolle. Deshalb greifen sie auf alternative Tools wie Debitkarten und BNPL-Dienste zurück, die mehr Transparenz, Flexibilität und Geschwindigkeit für verantwortungsvolles Geldausgeben und Cashflow-Management bieten.

Auch Kreditkarten scheinen stressig zu sein. „Für eine Generation, die es gewohnt ist, alles auf Knopfdruck zu bekommen, ist der langwierige Prozess der Beantragung einer Kreditkarte und das anschließende Warten auf deren Zustellung nicht so integriert und benutzerfreundlich wie BNPL-Dienste“, fügte Brian-Bodvin hinzu. *Hinweis: BNPL-Dienste ermöglichen es Benutzern, ihre Zahlungen in kleinere, oft zinslose Raten aufzuteilen, was eine größere Flexibilität bei der Budgetverwaltung bietet.*

Charlotte Principato, Finanzdienstleistungsanalystin bei Morning Consult, schloss sich dieser Ansicht an. Sie sagte in einem Interview mit CardRatings.com„Millennials werden erwachsen, ohne im Gegensatz zu den Millennials mit Kreditkartenangeboten bombardiert zu werden. Sie haben ein wachsendes Verständnis für die Risiken von Kreditkartenschulden, nachdem sie die Auswirkungen auf ältere Generationen gesehen haben.“ *Analyse: Millennials bevorzugen alternative digitale Finanztools, die mehr Kontrolle und Transparenz über Transaktionen bieten, wodurch herkömmliche Kreditkarten weniger attraktiv werden.*

Finanzielles Wohlbefinden ist das neue Selbstfürsorgekonzept der Millennials.

Gehen Sie über Schaumbäder und Yoga hinaus – Millennials führen finanzielle Sicherheit als neues Konzept der Selbstfürsorge ein. Sie legen Wert auf Hilfsmittel, die ihnen dabei helfen, ihr geistiges und finanzielles Gleichgewicht zu bewahren, wobei der Schwerpunkt auf Leichtigkeit und Unabhängigkeit liegt.

„Millennials definieren Selbstfürsorge neu und erweitern diese Werte um finanzielles Wohlergehen. Sie bevorzugen Zahlungsmethoden, die Komfort, Unabhängigkeit und psychisches Wohlbefinden fördern“, sagte Brian-Bodvin. Debitkarten werden immer beliebter. 68 % entscheiden sich für sie (und die Option „Jetzt kaufen, später bezahlen“) gegenüber Kreditkarten. Sie bieten mehr Sicherheit durch Transparenz, keine versteckten Gebühren und keine überraschenden Zinsen. Aus diesem Grund verknüpfen 90 % der Afterpay-Kunden ihre Debitkarten mit Ratenzahlungen – so können sie ihren Cashflow ohne zusätzlichen Stress verwalten. *Hinweis: Dieser Wandel spiegelt eine wachsende Vorliebe junger Menschen für Transparenz und Kontrolle bei ihren Ausgaben wider.*

Aufwachsen in einer Zeit finanzieller Turbulenzen

Die Millennials (Generation Z) sind inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen aufgewachsen – sie haben die Folgen der Großen Rezession miterlebt, miterlebt, wie ihre Eltern und älteren Millennials mit Kreditkartenschulden zu kämpfen hatten, und sind nun mit Inflation und rekordhohen Lebenshaltungskosten konfrontiert.

„Millennials werden in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit, Inflation und steigender Lebenshaltungskosten erwachsen“, sagte Brian-Bodwin. Sie sind vorsichtiger und finanzbewusster, nachdem sie miterlebt haben, wie frühere Generationen mit Schulden und der Großen Rezession zu kämpfen hatten. Sie stehen Instrumenten, die ihnen nicht weiterhelfen, deutlich skeptischer gegenüber. Unsere Umfrage ergab, dass 63 % der Millennials bereits vollständig auf Kreditkarten verzichtet haben. Dies ist nicht nur ein Wandel, sondern ein Generationenwechsel, der zeigt, dass Kredite nicht mit ihrer Realität oder ihren Werten übereinstimmen. *Hinweis: Dieser Wandel spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für Finanzmanagement und Risikoaversion unter den Millennials wider.*

Millennials betrachten Kredite als Schulden und begrüßen sie nicht.

Fazit: Für die Millennials sind Kredite nichts anderes als Schulden.

„Für die Generation Z kann die Verwendung einer Kreditkarte das Gefühl haben, Geld auszugeben, das ihnen nicht gehört“, erklärte Brian-Bodwin. „Tatsächlich sagen 70 % der Erwachsenen, dass Kreditkarten ihnen genau dieses Gefühl geben.“ Er fügte hinzu: „Kreditkarten sollen das Ausgeben einfach erscheinen lassen; zu viel Einfachheit kann jedoch gefährlich sein. Einer meiner Klienten in der Finanztherapie benannte seine Kreditkarte einmal in ‚Schuldenkarte‘ um und wurde sich plötzlich seiner Gewohnheiten bewusster. Dieser einfache Wandel im Denken kann bahnbrechend sein, und genau das tun Millennials gerade.“ *Hinweis: Wenn Sie diese Denkweise ändern, können Sie Ihre Ausgaben besser verwalten und die Anhäufung von Schulden vermeiden.*

Da diese Generation weiterhin Einfluss auf die Markttrends hat, müssen sich die Finanzinstitute möglicherweise anpassen, um ihren sich wandelnden Vorlieben gerecht zu werden. Denn wenn es um Kreditkarten geht, sind die Millennials nicht nur nicht interessiert, sie entscheiden sich sogar aktiv gegen deren Nutzung.

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