Ein offener Test des Datei-Explorers in Windows 11: Lohnt sich ein Upgrade?
Ich habe Windows 11 mitgebracht Viele ÄnderungenWährend die Kernfunktionalität identisch mit Windows 10 bleibt, sieht die neue Version von Windows etwas anders aus und funktioniert auch etwas anders als zuvor.

Der Schwerpunkt des neuen Windows-Updates liegt auf der Benutzeroberfläche. Microsoft hat aus den Schwächen von Windows 8 gelernt und die Oberfläche vereinfacht und optimiert, sodass die Navigation einfacher denn je ist.
Nirgends wird diese neue Designphilosophie deutlicher als im überarbeiteten Windows 11-Datei-Explorer. Der standardmäßige Windows-Datei-Explorer gehört zu den meistgenutzten Anwendungen und wurde komplett neu gestaltet. Doch verbessern oder verschlechtern die Neuerungen das Original? Schauen wir uns das genauer an.
Ein völlig neuer Look
Das erste, was auffällt, wenn Öffnen Sie den Datei-Explorer Es ist ein völlig neues Design. Alle Symbole wurden neu gestaltet, wodurch das gesamte Fenster ein klareres und schärferes Erscheinungsbild erhält.

Die Größe und Komplexität der oberen Leiste wurden deutlich reduziert; anstelle einer unübersichtlichen Textzeile enthält sie nur noch wenige Symbole. Diese längst überfällige Bereinigung trägt zu einer übersichtlichen Benutzeroberfläche bei.

Selbstverständlich können Sie auf die übrigen Optionen zugreifen, indem Sie das Drei-Punkte-Menü öffnen.

Dynamische Planung
Sie werden auch feststellen, dass sich die Ansichten in den verschiedenen Abschnitten ändern. Bisher war die Standardansicht „Details“, und Sie konnten andere Ansichten über die obere Leiste auswählen. Das funktionierte zwar, aber das Umschalten zwischen den Ansichten für verschiedene Ordnertypen war umständlich.
Das Standardlayout ändert sich jedoch automatisch für verschiedene Ordnertypen. Wenn Sie beispielsweise den Ordner „Downloads“ öffnen, wird Ihnen die altbekannte Detailansicht angezeigt.

Beim Wechsel zum Ordner „Bilder“ ändert sich das Design, um den visuellen Charakter des Ordners besser widerzuspiegeln.

Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen (da man die Ansichten ja immer noch von oben ändern kann), aber es macht die Präsentation standardmäßig benutzerfreundlicher.
Vereinfachtes Kontextmenü
Eine weitere wichtige Änderung ist das überarbeitete Kontextmenü. In Windows 10 und früheren Versionen öffnete ein Rechtsklick im Datei-Explorer eine lange Liste mit Optionen. Jetzt erhalten Sie ein übersichtlicheres Menü mit weniger der wichtigsten Optionen.

Beachten Sie die kleine Symbolleiste am oberen Rand des Kontextmenüs. Häufig verwendete Optionen wie Ausschneiden, Kopieren, Umbenennen und Löschen werden als Symbole dargestellt, um Platz zu sparen und die Übersichtlichkeit zu verbessern. Auch andere Optionen erhalten ähnliche Symbole, sodass Sie jede einzelne auf einen Blick finden. Und falls Sie sich aufgrund fehlender Beschriftungen unsicher sind: Wenn Sie mit der Maus über ein Symbol fahren, werden dessen Name und Tastenkombination angezeigt.

Das ist noch nicht alles. Wenn Sie eine Datei kopieren und anschließend mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle in einem beliebigen Ordner klicken, öffnet sich ein anderes Kontextmenü mit der Option „Einfügen“. Im Windows 11 Datei-Explorer befindet sich das Einfügesymbol in der Nähe der Klickposition, während das Kontextmenü selbst in der Bildschirmmitte verbleibt.
Beispielsweise wird durch einen Rechtsklick im oberen Bereich des Bildschirms ein Menü wie das unten dargestellte angezeigt.

Wie Sie sehen, befindet sich das Symbol zum Einfügen oben. Wenn wir jedoch unten mit der rechten Maustaste klicken, ändert sich auch das Symbol.

Anfangsprobleme
Der neue Datei-Explorer in Windows 11 funktioniert größtenteils hervorragend. Alles ist übersichtlicher gestaltet, sodass man die benötigten Optionen leichter findet. Allerdings kann die Fokussierung auf das Entfernen von Textbezeichnungen und deren Ersetzung durch Symbole anfangs etwas verwirrend sein.
Beispielsweise wird das kontextsensitive Einfügen-Symbol erfahrene Windows-Nutzer aufgrund seiner unerwarteten Position verärgern. Viele andere Optionen wurden aus den Menüs entfernt und sind nur noch über die Option „Plus anzeigen“ zugänglich.
Ehrlich gesagt handelt es sich dabei nur um Kleinigkeiten, die sich mit der Zeit von selbst lösen werden. Die Benutzeroberfläche ist definitiv benutzerfreundlicher als zuvor und bewältigt die stetig wachsende Liste an Anpassungsmöglichkeiten, die sie früher unübersichtlich gemacht hat, problemlos.
Lohnt sich das Upgrade auf den neuen Datei-Explorer in Windows 11?
Alle paar Jahre erscheint eine neue Windows-Version. Ändern sich zu viele Dinge, ist es mühsam, alles neu zu lernen. Ändern sich zu wenige, gibt es kaum einen Grund für ein Upgrade.

Windows 11 bietet eine hervorragende Balance. Die neuen Funktionen konzentrieren sich hauptsächlich auf Ästhetik und Leistung, anstatt ein völlig neues Benutzererlebnis zu schaffen. Vom überarbeiteten Startmenü bis zur Taskleiste sieht alles deutlich besser aus. Der Einfluss von Apple ist unverkennbar: Farbschema und abgerundete Ecken erinnern stark an einen Mac, aber niemand beschwert sich darüber.
Insbesondere der Datei-Explorer wurde deutlich verbessert. Die unübersichtlichen und schwer verständlichen Menüs gehören der Vergangenheit an und wurden durch einheitliche Optionen ersetzt. Die textbasierten Listeneinträge wurden durch besser lesbare grafische Symbole ersetzt. Die neuen Symbole sind zudem einfacher und übersichtlicher und entsprechen dem allgemeinen Designkonzept einer aufgeräumten Benutzeroberfläche.
Die Kernanwendung wurde in nahezu allen wichtigen Punkten verbessert, und auch in einigen weniger offensichtlichen Aspekten. Die Umstellung auf einige der Neuerungen mag anfangs etwas ungewohnt sein, stellt aber keine große Herausforderung dar. Insgesamt empfehlen wir das Upgrade auf Windows 11 dringend, allein schon wegen des neuen Datei-Explorers.
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