Futuristische Smart Glasses: Eine vielversprechende Technologie, die das Hörerlebnis für Gehörlose und Schwerhörige neu definiert.
Derzeit laufen vielversprechende Forschungsarbeiten zum potenziellen Einsatz von Smart Glasses mit Kameras, künstlicher Intelligenz (KI) und Datenkonnektivität, die gehörlosen Menschen helfen sollen, Gesprächen in Echtzeit besser zu folgen. Diese innovative Technologie soll herkömmliche Hörgeräte nicht ersetzen, sondern vielmehr erweitern und verbessern. Sie könnte als Äquivalent zur Ausstattung intelligenter Hörgeräte mit fortschrittlicher Geräuschunterdrückungstechnologie angesehen werden.
Dieses Konzept wird an der Heriot-Watt University in Schottland untersucht, wo Professor Matheny Silathurai, Leiter des Projekts, erklärte: Wie funktionieren diese Smart Glasses?:
Richten Sie die Kamera einfach auf die Person, die Sie hören möchten, oder schauen Sie sie an. Selbst wenn zwei Personen gleichzeitig sprechen, nutzt KI visuelle Hinweise, um die Stimme der Person zu erkennen, die Sie gerade ansehen. Diese Technologie soll Menschen mit Hörgeräten und schweren Sehbehinderungen unterstützen, kann aber auch jedem helfen, der in lauten Umgebungen arbeitet, von der Ölplattform bis zur Krankenhausstation.
Silaturai wies darauf hin, dass diese Technologie Hörgeräten „Superkräfte“ verleihen werde, und erläuterte deren Funktionsweise und die Rolle künstlicher Intelligenz dabei. Die Kamera in der Smart Glasses verfolgt die Lippenbewegungen des Sprechers. Mithilfe von Lippenlesetechnologie und künstlicher Intelligenz, die Hintergrundgeräusche und andere Umgebungsgespräche herausfiltert, wird eine „saubere“ Version der Stimme des Sprechers an die Hörgeräte oder Kopfhörer gesendet. Diese Technologie stellt einen Quantensprung in der Unterstützung von Hörgeschädigten dar und eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Lebensqualität im Alltag.
Cloud-Verarbeitung
Anstatt Daten direkt auf dem Gerät zu verarbeiten, senden diese Smart Glasses Daten an ein verbundenes Smartphone, das sie wiederum an spezielle Cloud-Server sendet. Dort werden die Daten mithilfe fortschrittlicher künstlicher Intelligenz analysiert und verbessert, und die endgültige Version wird dann an den Träger gesendet. Laut Silathurai ist die Verzögerung, die durch die Datenübertragung über eine 5G-Verbindung entsteht, vernachlässigbar.
Das Team nutzt derzeit Cloud-Server in Schweden und betont, dass dieser Ansatz notwendig sei, um eine Ermüdung des tragbaren Geräts zu vermeiden. Allerdings ergeben sich hier Datenschutzbedenken, nicht nur wegen der Möglichkeit, Gespräche in Echtzeit aufzuzeichnen, sondern auch wegen der Integrität der Daten während der Übertragung und Analyse in der Cloud. Daten müssen vor unbefugtem Zugriff und Manipulation geschützt werden.
Die Verwendung von Smart Glasses mit Kameras, Kopfhörern und KI zur Verbesserung des Hörvermögens mag wie eine übermäßig komplexe Lösung erscheinen, ist aber tatsächlich ein etablierter Ansatz, der als audiovisuelle Sprachverbesserung bekannt ist. Dieser Ansatz wird bereits in Hörgeräten eingesetzt, um die Stimme eines Sprechers in lauten Umgebungen zu verbessern, in der Videoproduktion und in Hörgeräten als eine Art Geräuschunterdrückungstechnologie. Diese Technologie kombiniert Audio- und Videoinformationen, um insbesondere unter schwierigen Bedingungen ein verbessertes Hörerlebnis zu bieten.
Wettbewerb und Prototypen
Wir haben bereits ähnliche Technologien in der Vergangenheit gesehen. Beispielsweise wurde die Sprache-zu-Text-Technologie in TranskribierenGlass In der Vuzix Z100 Smart Glasses werden Gespräche in Text umgewandelt, der auf dem Z100-Bildschirm angezeigt wird und vom Benutzer gelesen werden kann, genau wie Untertitel für Filme. Nuance Audiobrille Die Ray-Ban Meta Sonnenbrille vereint Korrekturgläser und Hörgerätetechnologie in einem Gerät und ist eine der Die besten heute erhältlichen Smart Glasses، Zu den benutzerfreundlichen Funktionen gehören: Für Menschen mit Hör- und Sehbehinderung.
TranscribeGlass-Brillen sind ab 377 US-Dollar erhältlich und erfordern ein monatliches Abonnement von 20 US-Dollar, während Nuance Audio-Brillen ab 1200 US-Dollar erhältlich sind.Professor Sellathurai wies darauf hin, dass Ziel ist es, die Möglichkeiten für Menschen mit Hörverlust zu erweitern und „Kindern und älteren Menschen den Zugang zu erschwinglicher, KI-gestützter Hörunterstützung zu ermöglichen“.
Die Forscher führen derzeit Gespräche mit Hörgeräteherstellern über mögliche Partnerschaften und Möglichkeiten zur Kostensenkung und hoffen, bis 2026 einen funktionierenden Prototyp der intelligenten Brille zur Verfügung zu haben. Dies stellt eine vielversprechende Entwicklung im Bereich der Hörgeräte dar.
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